Die Pläne von Musk seien „lächerlich“. „Ein Flug zum Mars ist schwieriger, als Musk oder die NASA zugeben“, sagte Anders der Zeitung „Welt am Sonntag“. Das größte Problem bei langen Raumfahrten sei die Strahlung.

Ablenkung Elon Musk

„Auf der Reise zum Mars werden Sie gebraten“, sagte Anders (rechts im Bild), der 1968 mit der Mission Apollo 8 den Mond umrundet hatte. Aber auch die lange Zeit in der Schwerelosigkeit sei schwierig. „Die Menschen, die auf dem Mars landen, werden nicht laufen können.“, ihre Muskeln seien zu geschwächt.

Musk bringe die Raumfahrt nicht voran: „Seine Pläne lenken uns von anderen Dingen ab“, sagte Anders. „Die NASA sollte sich nicht von Menschen wie Elon hypnotisieren lassen.“ Neue Satelliten zur Kommunikation, Wetterbeobachtung und Klimaforschung seien wichtiger, als dem Unternehmer bei einer Marsmission zu helfen.

Kräftemessen

SpaceX hatte am Dienstag die derzeit leistungsstärkste Weltraumrakete „Falcon Heavy“ vom US-Space-Center in Cape Canaveral (Florida) starten lassen. Sie transportierte als PR-Gag Musks privates Tesla-Cabriolet, das nach dem Willen des Unternehmers in seiner ursprünglich geplanten Umlaufbahn in den nächsten Millionen Jahren immer wieder am Roten Planeten vorbeikommen sollte.

Der erfolgreiche Testflug soll aber auf den gesamten Weltraumtransportsektor große Auswirkungen haben. SpaceX will Flüge mit der Falcon Heavy für künftig 90 Millionen Dollar (73 Mio. Euro) anbieten. Das ist ein Kampfpreis. Ein Start der Delta-IV-Heavy-Rakete des US-Unternehmens ULA kommt auf 435 Mio. Dollar (352 Mio. Euro) – kann aber nur die halbe Nutzlast der Falcon Heavy aufnehmen.

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