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Video: Microsoft experimentiert mit Unterwasser-Rechenzentrum

Innerhalb von 90 Tagen kann eine Recheneinheit im Meer aufgebaut werden. Kommt es während des Betriebs jedoch zu Hardwaredefekten, können diese nicht behoben werden.
Innerhalb von 90 Tagen kann eine Recheneinheit im Meer aufgebaut werden. Kommt es während des Betriebs jedoch zu Hardwaredefekten, können diese nicht behoben werden.
Foto: Scott Eklund, Red Box Pictures, Microsoft
Mithilfe der kühlenden Wirkung des Meeres könne laut eines Microsoft-Sprechers auf eine intensive Belüftung der Server verzichtet werden. Britische Forscher bezweifeln indes das Energiesparpotential des Projekts.

Microsoft hat vor dem schottischen Archipel Orkney ein kleines Rechenzentrum im Meer versenkt. Mit dem Experiment will der US-Softwarekonzern im Rahmen seines Project Natick die Energieeffizienz steigern und für eine bessere Kühlung der Server sorgen.

Microsoft testet selbsterhaltende Unterwasser-Server.

Das Rechenzentrum, das aus einem zylindrischen Behälter besteht, der zwölf Server Racks beinhaltet, soll bis zu fünf Jahre am Meeresgrund bleiben können. Unterseekabel versorgen das Rechenzentrum mit Strom und transportieren die Daten. Falls die Computer ausfallen, könnten sie aber nicht repariert werden, berichtet die BBC. Das schottische Archipel wurde von dem Konzern ausgewählt, weil es als Zentrum für erneuerbare Energie gilt.

Fische werden größer

Microsoft hat bereits 2015 mit einem Unterwasserrechenzentrum vor der kalifornischen Küste experimentiert. Ein nach der der XBox-Figur Leona Philpot benannte Rechenzentrum blieb insgesamt fünf Monate unter Wasser.

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Sollte sich das Experiment in Orkney als erfolgreich erweisen, plant der Softwarekonzern künftig mehrere solcher Container gebündelt einzusetzen. Auf diese Art könnten Offshore-Rechenzentren in rund 90 Tagen errichtet werden, berichtet die BBC. An Land dauert dies oft Jahre.

Dass Unterwasser-Rechenzentren zu weniger Energieverbrauch und einer Verringerung der Umweltbelastung führen, bezweifeln Experten allerdings. Das Ergebnis würden wohl höhere Wassertemperaturen und größere Fische sein, wird ein britischer Wissenschaftler von der BBC zitiert.

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Do, 15.03.2018, 15.11 Uhr
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