Forschungen im Bereich der künstlichen Intelligenz haben in den Vergangenen Monaten und Jahren immer neue Möglichkeiten und Anwendungsgebiete aufgezeigt. Auch in der Medizin haben einige dieser Systeme eine Heimat gefunden.

Algorithmen der Krebsforschung

Wie der Guardian berichtet, soll ein von einem internationalen Forscherteam entwickeltes KI-System mittlerweile dazu in der Lage sein Hautkrebs zu diagnostizieren. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn noch dazu soll es dieser Arbeit schneller und effektiver nachgehen als ausgebildete Dermatologen. Trainiert mit diversen Bildern und Erkennungsmerkmalen von Hautkrebs ist das System dazu in der Lage, in gut 95 Prozent der Fälle die richtige Diagnose zu stellen, wohingegen das 58-köpfige Dermatologen-Team dies nur in 87 Prozent der Fälle tat.

Auch für die Erkennung von Prostatakrebs spielen ähnliche Systeme eine größerwerdende Rolle. So hat ein chinesischen Forscherteam einen Algorithmus entwickelt, der Prostatakrebs ebenso oft korrekt diagnostizieren können soll wie ein studierter Pathologe. In der weiteren Entwicklung solcher Algorithmen und Systeme kann man davon ausgehen, dass sie sich noch weiter verbessern.

Diverse Anwendungsgebiete

Bereits außerhalb der Medizin hat sich die künstliche Intelligenz mehrfach beweisen können, doch auch innerhalb dieser Disziplin gibt es viele Anwendungsgebiete, in denen sie noch glänzen kann. Eines davon ist die Entdeckung von Tumoren in Kopf und Hals durch. Der entsprechenden KI hierfür hat sich ein Team aus Wissenschaftlern der University of Texas, Houston, gewidmet. Auch für das Screening bei Brustkrebs haben sich Forscher des Imperial College London an die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz gemacht.

All diese Systeme und Algorithmen erfüllen vor allem einen Zweck: Sie wollen Krebsdiagnosen präzisieren. Alleine seit 1970 hat sich die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen in Deutschland nahezu verdoppelt. Das zeigt unter anderem auf, dass wir neben der besseren Aufklärung zudem neue Methoden benötigen, um Krebserkrankungen früh und so präzise wie möglich festzustellen. Vor ein paar Wochen hatte auch eine Studie nahegelegt, dass Computer bei der Diagnose verlässlicher sein könnten als Ärzte.

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