Es gibt Erfindungen, bei denen ist nicht auf den ersten Blick klar, worin ihr Nutzen liegt. Was sich französische Forscher gedacht haben, als sie einen robotischen Finger für den USB-Anschluss des Smartphones entwickelten, ist jedoch bekannt – auch wenn der Roboterfinger namens Mobilimb verstörend wirkt.

„Limitationen überwinden“

Ziel der Forscher war es, die „Limitationen eines mobilen Geräts“ zu überwinden, wie Golem schreibt. Um dem Nutzer mehr Interaktion bieten zu können, soll der Finger in der Lage sein, haptisches Feedback zu geben. Im Video ist zu sehen, wie der Finger den Smartphonenutzer etwa über den Handrücken streichelt.

Zusätzliche Module, etwa ein Annäherungssensor oder LEDs, sollen dafür sorgen, dass der Smartphone-Finger ausgebaut werden und so für weitere Szenarien genutzt werden kann.

Eine Vorstellung, die den meisten wohl eher einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen würde. Der Ansteckfinger ist im Bereich der Robotik nicht die einzige Erfindung, die bedrohlich wirkt. Ein speziell für Trainingszwecke angehender Ärzte entwickeltes Robo-Kind, das in Aussehen und Verhalten ein fünfjähriges Kind nachahmen soll, wirkt auch wie aus einem Horrorfilm entsprungen.

Menschlicher Finger oder Katzenschwanz?

In der Grundversion sieht Mobilimb tatsächlich aus, wie man sich einen robotischen Finger vorstellt – schwarz, metallisch, die fünf separaten Glieder sind gut zu erkennen. Die Forscher haben aber auch eine Art Überzug aus einem Material entwickelt, das der Haut ähnlich sein soll – und auf den ersten Blick sieht das auch wirklich so aus. Darüber hinaus existiert noch ein Fellüberzug, durch den der Finger dann wie der Schwanz einer Katze wirkt, wie Golem weiter berichtet.

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Finger am Smartphone

Uns ist nicht wirklich klar, wie diese Erfindung der etwas anderen Art den täglichen Umgang mit unseren Smartphones verändern oder gar erleichtern könnte. Im Gegenteil: Ein weiteres Teil an unsere ohnehin schon groß geratenen Telefone zu stecken, scheint das Handling nur unnötig umständlicher zu machen.

Um den Freunden zu Halloween einen ordentlichen Schrecken einzujagen, eignet sich der gruselige Finger aber bestimmt.

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