Wie Medien berichten, wurden deutschlandweit trotz rückläufiger Infektionszahlen bisher 150 Fälle von Corona-Mutationen nachgewiesen. Experten wie Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), äußern sich entsprechend besorgt zur gegenwärtigen Entwicklung. Eine öffentliche Datenbank lässt sich nun dazu nutzen, eine Karte zu erstellen, die genau zeigt, wo die Varianten des Erregers in Deutschland bereits nachgewiesen werden konnten.

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Corona-Mutation in Deutschland: Der aktuelle Stand

Vom RKI war auf einer Pressekonferenz am 29. Januar zu vernehmen, dass die Lage angespannt ist. Zwar heißt es, dem Virus keine Chance zu geben, wie Wieler sich äußerte, Sorgen machen sich die Experten über die neuen Corona-Mutationen und deren Ausbreitung in Deutschland dennoch. Vor allem da noch „einige Wochen der Knappheit des Impfstoffs vor uns“ liegen würden, so Wieler weiter.

Wie es genau um die Situation in der Bundesrepublik steht, zeigt eine animierte Karte, die sich aus dem frei zugänglichen Datensatz „Tracking B.1.1.7 und B.1.351 Nachweise in Deutschland“ erstellen lässt. Sie gibt wieder, wo bislang in Deutschland schon Corona-Mutationen aus Großbritannien (B.1.1.7), Brasilien (P.1) und Südafrika (B.1.351) sowie bisher unklare Mutanten nachgewiesen wurden. Dies jedoch nur in Fällen, die als gesichert gelten, und auch ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Aktuell sind demnach die größten Cluster von Corona-Mutation in folgenden Städten zu finden (Stand 01.02.2021):

  • Berlin: 15 Nachweise
  • Köln: 6 Nachweise
  • Bremen: 5 Nachweise
  • Freiburg: 5 Nachweise
  • Solingen: 5 Nachweise

Daten hinter der Deutschlandkarte

Neben Clustern zu einzelnen Corona-Mutationen gibt es auch Angaben zu Nachweisen gemischter Vorkommen verschiedener Varianten des Virus. Hinter dem Projekt steckt der Promotionsstudent Cornelius Römer, der seit Januar in einer öffentlich zugänglichen Excel-Tabelle dokumentiert, welche Fälle in den Medien bekannt gemacht wurden.

Wie eine dementsprechende Deutschlandkarte aussehen kann, zeigt t-online.de. Mittels der Software Datawrapper wurde aus den vorliegenden Daten der Excel-Tabelle eine solche generiert und gibt in verschiedenfarbigen und unterschiedlich großen Kreisen an, in welchen Regionen und/ oder Städten wie viele Nachweise welcher Corona-Mutationen bisher erfolgten.

Auch andere neue Informationen über die Mutanten werden immer wieder veröffentlicht. So gibt es einige Symptome, die für eine Infektion mit der britischen Corona-Mutation sprechen. Für zumindest eine Personengruppe gibt es aber auch gute Nachrichten. Manche Menschen sollen nämlich immun gegen Mutanten sein.

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