Wie glücklich unsere Beziehung ist, könnte möglicherweise auch von einem Gentyp abhängen. Wissenschaftler:innen fanden nämlich heraus, dass ein bestimmtes Gen etwa zugewandtes Verhalten fördert, während ein anderes eher zu Verschlossenheit führt.


Wie lange halten Beziehungen durchschnittlich?
  • 2019 gab es 149.010 Ehe-Scheidungen
  • 82,2 Prozent wurden nach einem vorherigen Trennungsjahr geschieden
  • Die durchschnittliche Ehedauer liegt bei 14 Jahren und 10 Monaten
  • (Quelle: Destatis 2019)

Eine glückliche Beziehung kann vom Gentyp abhängen

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin kann Bindung stärken und Treue fördern und ist mitunter dafür verantwortlich, dass wir unseren Partner oder unsere Partnerin mit anderen Augen sehen als andere Personen. Wir sehen sie quasi durch die „rosarote Brille“. Doch offenbar sind auch genetische Faktoren für unser Verhalten in der Beziehung verantwortlich. Möglicherweise können sie auch aufzeigen, ob wir eine unglückliche oder glückliche Beziehung führen.

Gentiana Sadikaj und weitere Forschende von der McGill University in Montreal konnten bei Untersuchungen an Mäusen herausfinden, dass das Gen CD38 nicht nur das Sozialverhalten, sondern auch den Oxytocin-Stoffwechsel beeinflusst. Menschen, welche die C-Variante des CD38-Gens in sich tragen, sollten der Studie nach in sozialen Beziehungen zugewandter, dankbarer und positiver sein, als Menschen, welche die A-Variante besitzen.

So beeinflusst die Gen-Variante unser Verhalten in Beziehungen

Die Forschenden kombinierten psychologische Verhaltensstudien von 111 heterosexuellen Paaren – mit ihren Ergebnissen des Gens CD38 im Hinterkopf. Dabei kam heraus, dass tatsächlich Menschen mit einem CC-Gentyp ein zugewandteres, liebevolleres und positiveres Verhalten gegenüber dem Partner oder der Partnerin zeigen, als Menschen mit einem AC- oder AA-Gentyp. Außerdem zeigten all jene mit einem CC-Gentyp weniger Unsicherheit im Bezug auf Zuneingung in der Beziehung. Paare, bei denen beide den CC-Gentyp in sich tragen, wiesen zudem ein positiveres partnerschaftliches Verhalten auf, als Paare mit einem gemischten Gentyp oder mit einem AA-Gentyp.

„Wir zeigen zum ersten Mal, dass CD38, ein Gen, das mit der Oxytocinsekretion und dem Sozialverhalten von Nagetieren zusammenhängt, auch an der Regulierung des gemeinschaftlichen/assoziativen Verhaltens in der Dynamik romantischer Beziehungen zwischen Menschen beteiligt ist, und es im täglichen Leben beeinflusst“, heißt es in der Studie, die im August 2020 veröffentlicht wurde. Wie genau das CD38-Gen jedoch Oxytocin beeinflusst, konnte darin nicht festgestellt werden.

Fazit: Das Gen beeinflusst deine Beziehung

Die Ergebnisse zeigen, dass es durchaus einen Unterschied macht, welche Variante des CD38-Gens Paare und Einzelpersonen haben. Dennoch ist die CC-Variante selbstverständlich keine Garant für eine glückliche Beziehung.

Zeigt dein Partner oder deine Partnerin diese neun Verhaltensweisen, solltest du hellhörig werden, da sie Psychopathen und Psychopathinnen auszeichnen. Mittlerweile finden sich viele Menschen nicht nur im „wahren“ Leben, sondern online. Doch welche Paare sind im Schnitt zufriedener? Online- oder Offline-Paare?

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