Bevor die kultigen Filme „Findet Nemo“ und „Findet Dorie“ von Disneys Pixar Animation Studios in den Kinos erschienen sind, beschäftigten sich die Wenigsten mit Clownfischen und der Dorie-Fischart. Doch welcher Gattung gehört der blaugelbe Fisch mit den glupschigen Augen allerdings an. Hier erfährst du es. Außerdem verraten wir dir weitere spannende Fakten zur echten Dorie und erklären dir außerdem, wieso du die Fische lieber nicht als Haustiere halten solltest. Vor allem aber, klären wir auf, ob die Fische der Dorie-Gattung wirklich so vergesslich sind.

Findet die Dorie-Fischart: So heißt Dorie in Wirklichkeit

Zumindest gibt es eine definitive Bezeichnung für die Dorie-Fischart. Dorie ist im wahren Leben ein Paletten-Doktorfisch. Und es ist zumindest nicht ganz ungewöhnlich, das Dorie ohne ihre Familie aufgewachsen ist: Platten-Doktorfische sind nämlich Einzelgänger und treffen eigentlich nur zur Fortpflanzung auf ihresgleichen. Auch diese Fakten über die Dorie-Fischart muss ein wahrer Fischfan kennen:

#1 Dories Lebensraum

Paletten-Doktorfische leben im Ozean und sind damit Salzwasserfische. Ihr Lebensraum ist der Indopazifik. Das bedeutet, dass Dorie von Australien über Indonesien bis nach Thailand überall wo es bunte Korallenriffe gibt auftauchen kann.

#2 Sind Platten-Doktorfische vergesslich?

In den Pixarfilmen wird die Dorie-Fischart als besonders vergesslich dargestellt. Die blaugelbe Dame hat ein Hirn wie ein Sieb. Tatsächlich erklärt Timo Moritz vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund gegenüber der Welt: „Es gibt keine Hinweise, dass Paletten-Doktoren besonders vergesslich oder tollpatschig sind.“ Tatsächlich haben sie sogar eine sehr gute Orientierung, weshalb sie sich allein sehr gut zurechtfinden können.

#3 Ernährung

Auf dem Speiseplan des Paletten-Doktorfisches stehen Algen und Zooplankton. Dabei handelt es sich um ganz kleine Krebse, die im Wasser schweben. Da die Dorie-Fischart ständig in Bewegung ist, essen die Fische fast ständig.

#4 Woher der Name „Doktorfisch“?

Der richtige Name der Dorie-Fischart scheint etwas skurril, denn die Fische geben jetzt nicht unbedingt den Eindruck ab, medizinischem Fachpersonal anzugehören. Der Name kommt von der scharfen Hinterflosse des farbigen Meeresbewohners. Diese ist fast so scharf wie das Skalpell eines Doktors.

#5 Künstliche Haltung

Wer Lust hat, sich ein „Findet Nemo“-Aquarium zu Hause zusammenstellen, sollte sich das zwei Mal überlegen. Vor allem die Dorie-Fischart benötigt sehr viel Platz. Da die Fische bis zu 20 Jahre lang leben können und bis zu 30 Zentimeter groß werden können, sind sie nur in der Gegenwart sehr fortschrittlicher Aquarien-Besitzer:innen gut aufgehoben. Dafür solltest du ein Aquarium mit mindestens 1500 Litern Wasser Füllvermögen besitzen.

Im Meer fühlt sich Dorie am wohlsten

Generell wird vom Deutschen Tierschutzverbund jedoch von der Haltung von Paletten-Doktorfischen abgeraten. Weil man sie zwischen den Korallen nicht gut fangen kann, werden die Fische vor dem Fang häufig mit Gift betäubt. Dabei sterben einige von ihnen bereits. Auch beim Transport und in der Tierhandlung selbst sterben die Tiere häufig unter den unnatürlichen Bedingungen. Wenn du also ein richtiger Nemo-Fan bist, dann solltest du die Dorie-Fischart friedlich im Meer leben lassen.

Während die hübschen Dorie-Fische sich eher in hellen Gewässern herumtreiben, leben Tiefsee-Tiere im Dunklen. Fische sind auch im metaphorischen Sinne spannend: Erfahre hier etwas zu Stephen Hawkings Vergleich der Wirklichkeit mit einem Goldfisch im Glas.

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