Eine Formel für das Glück gibt es nicht. Doch auch wenn jeder Mensch auf der Erde seine ganz eigene Definition von Glück im Kopf hat, so gibt es dennoch einige Faktoren, die sich positiv darauf auswirken, wie glücklich ein Mensch generell ist. Einige Forscher:innen haben sich auf die Suche nach solchen Faktoren fürs Glücklichwerden gemacht.

Glücklich werden einmal wissenschaftlich betrachtet

Wie kann man glücklich werden? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn schließlich hat jeder Mensch seine ganz eigene Vorstellung vom Glück. Forscher:innen der Universität Berkeley in Kalifornien haben versucht, die Frage aus einem rein wissenschaftlichen Standpunkt aus zu betrachten.

Dazu führten sie im Jahr 2014 eine Studie durch, bei der sie versuchten, Student:innen in Form eines Kurses das Glücklich sein beizubringen. Das Interesse war groß und Tausende von Student:innen nahmen über einen Zeitraum von acht Wochen an dem Kurs teil. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Diejenigen Schüler:innen, die den Kurz komplett besuchten, verbuchten mit jeder Woche einen deutlichen Anstieg ihrer positiven Gefühle wie Belustigung, Begeisterung, Zuneigung oder dem Gemeinschaftsgefühl.

Insgesamt konnte durch den Kurs ein Anstieg der Lebenszufriedenheit und des Glücks um etwa fünf Prozent erreicht werden, berichtet cnet. Dieser Anstieg hielt sogar noch Monate an, nachdem der Kurs längst beendet war, was unter Beweis stellt: Es ist möglich, das Glücklich sein zu lernen.

Die Schlüssel zum Glücklich werden

Doch was vermittelten die Forscher:innen in diesem Kurs? Schon früher hatten sich findige Köpfe mit der Frage nach dem Glück beschäftigt und dabei interessante Erkenntnisse gewonnen. So hängt deine Zufriedenheit und dein Glück beispielsweise weniger davon ab, wie viel Geld du hast oder wie sehr du deinen Job magst. Viele Menschen glauben, das Glück etwas ist, dass man hat oder nicht hat und das man nicht beeinflussen kann, doch das stimmt nicht.

Tatsächlich kannst du selbst dafür sorgen, dass du generell ein glücklicherer Mensch wirst. Dafür musst laut den Forscher:innen lediglich Wert auf bestimmte Aspekte deines Lebens legen.

Tipp #1: Erweitere deine sozialen Beziehungen

Enge Beziehungen mit anderen Menschen wie deiner Familie, Freund:innen oder Partner:innen sind einer der wichtigsten Faktoren, um Glück in deinem Leben zu finden. Der soziale Kontakt zu anderen Menschen liegt in unserer Natur und sollte daher gepflegt werden.

Tipp #2: Ohne Grund und Hintergedanken freundlich sein

Dieser Tipp ist für viele Menschen eine Herausforderung, doch im Grunde genommen ist er leicht zu bewerkstelligen. Dabei geht es nicht darum, große und pompöse Gesten zu inszenieren, sondern es können ganz kleine Dinge sein, wie beispielsweise einem anderen Menschen im Supermarkt ein Kompliment zu machen, wenn dir beispielsweise sein/ihr T-Shirt gefällt.

Tipp #3: Drücke Dankbarkeit aus

Eine psychologische Studie aus dem Jahr 2005 empfiehlt, dass du am Ende des Tages drei Dinge aufschreiben solltest, für die du im Laufe der letzten Stunden dankbar warst. Dabei ist es egal, wie groß oder klein diese Dinge gewesen sein mögen. So trainierst du dein Gehirn darauf, sich auf die positiven Aspekte deines Lebens zu fokussieren und weniger Aufmerksamkeit auf das zu verwenden, was falsch läuft.

Tipp #4: Selbstmitgefühl vor Selbstkritik

Dieser Tipp ist für viele Menschen eine besondere Herausforderung, denn sie neigen dazu, bei Rückschlägen und Misserfolgen zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen. Das ist allerdings kontraproduktiv, denn harte Selbstkritik macht dich nicht stärker, sondern verhindert eher, dass du deine Ziele erreichst. Deshalb sollte Selbstmitgefühl trainiert werden.

Fazit: Glück will gelernt sein

Die Untersuchungen der Wissenschaftler:innen zeigen: Glücklich sein kann man lernen. Mit einigen Tricks ist es möglich, das Leben ausgewogen und gelassen anzugehen. Die Neurowissenschaft hat herausgefunden, wie genau dein Gehirn entscheidet, welche Musik du magst und welche nicht. Einige Tipps für die geistige Gesundheit helfen dir außerdem dabei, dein Gehirn in jedem Alter fit zu halten.

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