Viele Menschen trinken Kaffee am Morgen um wachzuwerden. Andere nehmen das beliebte Heißgetränk entkoffeiniert zu sich, weil sie den bitteren Geschmack mögen. Doch egal, wie du deinen Kaffee lieber magst: Laut einer Studie kann Kaffee abführend wirken – egal, ob mit oder ohne Koffein.


Daten zu Kaffee
  • Pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee in Deutschland: Rund 164 Liter im Jahr Kaffee
  • Kaffee ist vordem Kräuter-/Früchtetee und Schwarzem Tee (inklusiver Grüner Tee) das beliebteste Heißgetränk in Deutschland
  • Die Erntemenge von Kaffee weltweit beträgt: 171,9 Millionen Säcke
  • Der Kaffeeexport aus Brasilien (in Säcken à 60 Kilogramm) beträgt: 40,7 Millionen Säcke
  • Quelle: Statista

Wirkt Kaffee abführend? Das zeigt die Forschung

Forschende der University of Texas gingen folgender Frage auf den Grund: Warum haben viele Menschen das Gefühl, dass Kaffee abführend auf sie wirkt? Mithilfe von Experimenten an Ratten versuchten die Wissenschaftler:innen diese Frage zu beantworten.

„Wenn Ratten drei Tage lang mit Kaffee gefüttert wurden, erhöhte sich die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln im Dünndarm“, berichtet der Studienautor und Gastroenterologe Professor Xuan-Zheng Shi auf der Fachmesse Digestive Disease Week bereits im Jahr 2019. Das Interessante: Der Koffeingehalt scheint keine Rolle dabei zu spielen. Koffeinfreier Kaffee hatte eine ähnliche Wirkung wie koffeinhaltiger Kaffee.

Selbstverständlich basieren die Ergebnisse auf Tiermodellen. Allerdings bauen sie laut ScienceAlert auf Untersuchungen auf, die darauf hindeuten, dass entkoffeinierter Kaffee auch beim Menschen eine abführende Wirkung hat.

Durch Kaffee weniger Bakterien im Kot

In der Studie wurde zusätzlich der Kot der Versuchsratten nach dem Kaffee-Konsum weiter untersucht. Im Kot der Ratten, die keinen Kaffee bekamen, fanden die Wissenschaftler:innen mehr Bakterien. Außerdem wurde das Wachstum von Mikroben unterdrückt.

Es war jedoch unklar, ob Kaffee auch die guten Darmbakterien unterdrückt oder nur jene Bakterien, die für Krankheitsprozesse verantwortlich sein können. Das müsse in weiteren Studien untersucht werden.

Weiteres Interessantes rund um Kaffee

Abgesehen von der Studie gibt es weitere Hinweise darauf, warum Kaffee abführend wirken kann. Birgit Warnecke vom Deutschen Kaffeeverband e.V. erklärt etwa gegenüber dem Stern, dass bekannt sei, dass Koffein die Produktion von Magensäure anrege. Diese zersetze Speisebrei, noch bevor er in den Darmtrakt rutschen könne. Verantwortlich für die Säureproduktion sei das körpereigene Hormon Gastrin.

Ob das Heißgetränk wegen dieser Wirkung trinkst oder nicht: Beachte das unbedingt bei deinem Kaffee am Morgen. Außerdem solltest du deinen Kaffee lieber ohne Milch trinken. Das ist der Grund. Und so viele Tassen Kaffee am Tag wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.

Quellen: Digestive Disease Week, ScienceAlert, Stern, Statista

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