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Tausende Forscher warnen: „Lebenszeichen“ der Erde werden schwächer

Die Naturkatastrophen nehmen stärker zu und Grund ist der Klimawandel. Forscher:innen warnen vor den verheerenden Folgen.

Gerodeter Wald
Der Klimawandel wird die Erde stark verändern, sagen die Forschenden. Foto: Getty Images/Oliasha

Hitzewellen, Waldbrände, Flutkatastrophen et cetera. Die Liste könnte noch um einiges erweitert werden. Der Klimawandel schreitet nach wie vor voran, sodass sich Naturkatastrophen in der Zukunft verstärken und gar häufen könnten. Nun warnen etliche Forscher:innen vor den schlimmen Folgen, die sich in absehbarer Zeit ereignen werden.

Klimawandel: Davor warnen die Forschenden

Eines der aktuellsten Themen unserer Zeit ist zweifelsohne der Klimawandel. Die Polkappen schmelzen und viele Orte auf der Welt müssen Hitzewellen überstehen. Die Gegebenheiten hier auf der Welt verändern sich rapide und die Prognosen für die Zukunft sind keinesfalls rosig.

In einem neuen Bericht haben zahlreiche Forscher:innen eine Warnung zum Zustand der Erde und ihren „planetarischen Lebenszeichen“ ausgesprochen. Einige von ihnen sind auf einem Allzeittief, andere haben ein Rekordhoch erreicht. Schon bald könnte deshalb ein „Kipppunkt“ erreicht werden, der die Situation schlimmer machen könnte, als sie ohnehin schon ist.

Dabei haben Forschende um den Ökologieprofessor William Ripple von der Oregon State University die Situation beziehungsweise den Klimawandel untersucht und die Ergebnisse auf der Webseite der Oxford University Press im BioScience-Bereich publiziert.

Die negativen Folgen des Klimawandels könnten das Leben extrem beeinflussen

Das Paper, das von den Forschenden herausgebracht wurde, haben bereits fast 14.000 Wissenschaftler:innen unterzeichnet und plädieren damit für ein Umdenken, damit sich der Klimawandel entschleunigt. Damit wird nicht nur auf die Folgen hingewiesen, sondern auch der Klimanotstand erklärt.

Ein wichtiger Punkt sei demnach der Verbot fossiler Brennstoffe. Durch die immer stärker wachsenden Ansprüche der Menschen, würde auch die Nachfrage nach den Brennstoffen immens steigen. Dies führt, laut den Forschenden, zu einem gefährlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen. Weitere Details, wie der Treibhauseffekt den Klimawandel maßgeblich beeinflusst, kannst du hier nachlesen.

Auch diese Punkte treiben den Klimawandel an

Zugleich betonen die Forschenden, dass die Pro-Kopf-Fleischproduktion ein Problem darstellt. Die Zahl der Wiederkäuer hätte die vier Milliarden-Grenze überschritten, was eine noch viele größere Masse als alle Menschen und wildlebenden Säugetiere darstellen würde.

Der Klimawandel schreitet auch deshalb voran, weil Wälder in unvorstellbarem Maße gerodet werden. Der Grund dafür sind unter anderem Rinder- und Sojawirtschaft.

Die Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Distickstoffmonoxid (Lachgas) hätten für die atmosphärische Konzentration in den Jahren 2020 und 2021 Rekorde aufgestellt.

Die Ozeane werden wärmer und das Eis schmilzt

Weiter erwähnen die Forschenden, dass der Wärmegehalt der Ozeane ebenfalls Rekorde aufgestellt hätte. Das Eis in Grönland und in der Antarktis würde in einem hohem Tempo schmelzen und zeige jetzt schon Rekordtiefstände der Eismasse.

Die Wissenschaftler:innen appellieren daher an die Politik, damit ein Umdenken stattfindet. Der Klimawandel ändert die Umstände und Lebensbedingungen auf der Erde so sehr, dass verheerende Naturkatastrophen in der Zukunft keine Seltenheit mehr werden könnten. Die Folgen des Klimawandels könnten auch aus diesen Gründen für die Menschen untragbar werden.

Quellen: BioScience via Oxford University Press

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