Von Sonntag zu Montag erlebte die Bundesrepublik ein seltenes Phänomen. „Antonia“ brachte die dritte Sturmnacht hintereinander mit sich, aber immerhin mit weniger Schäden als zuvor befürchtet wurde. Auf die Orkantiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ folgte damit ein weiteres Exemplar des aktuellen Sturmmarathons. Wie Expert:innen im Anschluss meldeten, hatte aber zumindest „Ylenia“ neben großer Verwüstung auch einen positiven Effekt. Im Sektor der Windenergie kam es dadurch wohl zu einem großen Rekord.

Auch das kann passieren beim Sturm über Deutschland

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldete, sei der erste Sturm über Deutschland, „Ylenia“, laut des Energiekonzerns Eon für einen neuen Rekordwert im Bereich der Windenergie verantwortlich:

„Am Mittwoch [17. Februar 2022] sei mit 47,12 Gigawatt in der Spitze so viel Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist worden wie nie zuvor, berichtete Eon nach Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur. Erreicht worden sei der neue Höchstwert am Mittwochabend.“

Instagram/faz mit Meldung der dpa

Dass sich solche Wetterphänomene positiv auf die Windenergie-Branche auswirken, ist natürlich nicht neu. Das aktuelle Ausmaß scheint aber dennoch eher unvorhergesehen eingetroffen zu sein. Demnach erzeugten Windräder in Deutschland allein bis zum 17. Februar an Land und auf See über 28 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Das waren rund 10 Milliarden kWh mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2021.

Auch die weiteren Aussichten sind wohl positiv. Zumindest gemessen an der Gesamterzeugung aus Windenergie im vergangenen Jahr, die bei 118 Milliarden kWh lag, rechnen Expert:innen bis Ende Februar mit bereits etwa einem Drittel (37 Milliarden kWh) davon.

Quellen: dpa

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