TikTok ist eine international erfolgreiche App. Doch wer war ihr Erfinder? Credit: Getty Images / Chesnot / Kontributor

800 Millionen Nutzerinnen und Nutzer weltweit, beinahe in den Vereinigten Staaten verboten: Die App TikTok ist mächtig. Doch wer hat TikTok erfunden und seit wann gibt es die App schon?

Die Erfinder von TikTok und der Weg zum Erfolg

Der Ursprung von TikTok, Musical.ly, wurde 2014 in Shanghai gegründet. Im Gegensatz zum heutigen TikTok stand damals aber allein die Lippensynchronisation und das Tanzen zu Musik im Vordergrund. Die chinesischen Unternehmer Alex Zhu und Luyu Yang entwickelten die App und erfreuten sich nach nur zwei Jahren an 140 Millionen Nutzer:innen weltweit. Musical.ly stand jedoch zu diesem Zeitpunkt in der Kritik, da Pädophile sich auf der Plattform verbreitet hatten und mit bestimmten Hashtags junge Menschen beeinflussten.

Wer hat TikTok erfunden? Musical.ly, ByteDance, Douyin und TikTok?

Außerdem wurde schon 2012, ebenfalls in China, die Firma ByteDance Ltd. gegründet, welche 2016 die App Douyin auf den Markt brachte. Die beiden Apps ähnelten sich zum damaligen Zeitpunkt sehr stark und waren Konkurrenten, doch Douyin hatte den chinesischen Markt erobert und Musical.ly war international und vor allem in den USA und Europa erfolgreich.

Um an internationalen Erfolg zu gelangen, kaufte ByteDance die App Musical.ly auf und rief parallel TikTok ins Leben. Schätzungen besagen, dass der Konzern damals zwischen 800 Millionen und 1 Milliarde Dollar zahlte. Am 2. August 2018 kam so TikTok erstmalig auf den Markt, wobei aber lediglich der Name und das Design von Musical.ly auf das von Douyin angepasst wurden. In China gibt es TikTok nach wie vor unter dem Namen Douyin.

Sperrungen von TikTok: Die Gefährdung des internationalen Rufs

Mittlerweile ist TikTok eine der erfolgreichsten Apps weltweit, gleich hinter Instagram und Facebook. Im Mai 2020 erreichte die Plattform die zwei Milliarden Downloads, ein Meilenstein, den bisher keine andere App außerhalb von Facebook erlangt hatte. (via TechCrunch)

Trotz dieser Erfolge war die Plattform immer wieder in Gefahr, zuletzt in den USA, Indien, Pakistan und Indonesien. In Indien wurde TikTok bisher zwei Mal für kurze Zeit gesperrt, da diese zu Pornographie anstiften solle und Nutzerdaten missbrauche. Indonesien wurf TikTok neben pornographischen Inhalten auch Blasphemie vor und sperrte die App daraufhin für eine Woche. TikTok kam den Beschwerden allerdings nach, löschte kritische Inhalte verstärkt und führte unter anderem eine Altersbegrenzung ein.

Die USA hingegen konnten keine Sperrung von TikTok erlangen, da ByteDance sofort klagte. US-Präsident Donald Trump sah in der Plattform 2020 die Gefahr, dass ByteDance die in den USA gesammelten Nutzerdaten an China verkaufe und dem Staat so ermögliche, US-Bürgerinnen und Bürger auszuspionieren. Der Fall ging vor das Gericht, welches erklärte, dass ein Verbot der App unzulässig sei.

In Pakistan wiederum ist TikTok seit dem 9. Oktober 2020 verboten. Gründe für die Sperrung seien unmoralische und unanständige Inhalte. Einen Monat zuvor sperrte Pakistan bereits die Dating-Apps Grindr und Tinder aus ähnlichen Beweggründen.

Fazit: TikTok ist mächtig

Wer hat TikTok erfunden? Seit wann gibt es TikTok und wem gehört TikTok? All diese Fragen sind nun beantwortet. Die Plattform feiert seit Jahren große Erfolge und kann sich selbst gegenüber dem US-amerikanischen Staat behaupten. Zwar ist der Ruf der App nicht durchweg positiv, dennoch scheint der Hype immer noch anzuhalten. Mittlerweile haben die meisten sozialen Netzwerke wie Instagram, YouTube und Snapchat auch erkannt, dass kurze Videos bei der jungen Zielgruppe besonders gut ankommen. Daher ist das TikTok-Format mittlerweile auch als „YouTube-Shorts“ oder „Instagram-Reels“ bekannt.

Mit TikTok können Menschen jedoch nicht nur Spaß haben, sondern auch nicht wenig Geld verdienen. Außerdem haben wir einige Umwege und Tipps parat, um den blauen Haken bei TikTok zu erreichen.

Quellen: TechCrunch, Stuttgarter Nachrichten, heise, boerse.ARD, South China Morning Post, tiga media

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