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Calm Harm-App hilft gegen Selbstverletzungstendenzen

Die britische App Calm Harm wurde durch Experten der Psychologie mitentwickelt. Sie hilft mittels diverser Aufgaben dabei, sich von etwaigen Selbstverletzungstendenzen abzulenken.

Das Statmenü von Calm Harm.
Calm Harm sticht auch durch sein positives Design hervor. Foto: Screenshot

Bereits seit 2016 gibt es die kostenlose englischsprachige App namens Calm Harm, die in Zusammenarbeit mit einem Doktor für Klinische Psychologie für den karitativen Verband Stem4 entwickelt wurde. Stem4 ist ein britischer Verband, der psychische Erkrankungen bei Teenagern im Fokus hat und ihnen helfen möchte. Calm Harm soll dabei helfen, zu verstehen, woher das selbstverletzende Verhalten rührt und dabei, seinen emotionalen Verstand besser verstehen und organisieren zu können, um Selbstverletzungen vorzubeugen.

Calm Harm soll durch Aufgaben von Selbstverletzung abhalten

Die App soll den Benutzer durch positive Einflüsse wie Beruhigung oder Ablenkungen davon abbringen, dem Drang, sich selbst zu verletzen, nachzugeben. Calm Harm arbeitet dazu mit sechs verschiedenen Kategorien von möglichen Ablenkungen, die man entweder selbst wählen, oder auch die App auswählen lassen kann, Eine dieser Kategorien heißt „Breathe“. Diese Kategorie hilft dem Nutzer dabei, bewusst ruhig zu atmen. Dadurch, dass sich die App automatisch ausloggt, sobald das App-Fenster geschlossen wird, muss der Nutzer zudem nicht fürchten, dass andere Personen ungewollt sehen, welche Übungen man mit der App macht.

Calm Harm zeichnet Nutzer-Ergebnisse auf, um zu motivieren

In der Kategorie „Distract“ hingegen, erhält der Nutzer Aufgaben, wie etwa möglichst viele Lied-Titel zu finden, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen, oder von 100 rückwärts zu zählen. Die anderen Kategorien der App heißen „Comfort“, „Express Yourself“, „Release“ oder eben „Random“, in welcher Aufgaben aus allen Kategorien erscheinen. Man kann, nachdem man die Kategorie gewählt hat, sagen, wie lange man diese Übungen machen möchte. Möglich sind fünf oder fünfzehn Minuten. Dadurch, dass die App die Ergebnisse aufzeichnet, kann man sehen, welchen Fortschritt man bereits gemacht hat, was zusätzliche positive Motivation schafft.

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Tumblr-Nutzer loben die App

Selbstverletzendes Verhalten betrifft in 60 Prozent der Fälle Frauen und beginnt meist im Teenager-Alter, sagt Dr. Nihara Krause, die Gründerin von Stem4 in London. Die App ersetzt jedoch keine Therapie, sondern dient lediglich als helfendes Instrument auf dem Weg zu einem kontrollierteren Umgang mit den eigenen Emotionen. Derzeit ist die App ein Trend im sozialen Netzwerk Tumblr. Ein Tumblr-Nutzer lobt etwa das niedliche, freundliche Design der App und sagt: „Es gibt eine Aktivität, die einen auffordert an nette Dinge zu denken, die Leute zu oder über einen gesagt haben und die hat mir wirklich geholfen alle negativen Gefühle, die ich über mich hatte, aufzulösen.“

Calm Harm : Preisgekrönte App

Calm Harm hat 2016 den Digital Innovation Preis gewonnen und war 2017 Finalist der AXA PPP Health Tech & You Awards. Obwohl die App ursprünglich für eine jungendliche Zielgruppe konzipiert wurde, ist sie durchaus nützlich für alle Menschen, die von de Thema des selbstverletzenden Verhaltens betroffen sind.

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