Telegram vs. Whatsapp, welches ist der bessere Messenger-Dienst? Dieser Vergleich dreht sich nicht ausschließlich um pure Funktionalität. Viel mehr geht es auch um Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes, aber auch, wie so oft, um nackte Zahlen.

Telegram vs. Whatsapp: Was hat es damit auf sich?

In unserem digitalen Zeitalter haben Briefe nichts mehr zu suchen und selbst Anrufe werden immer mehr zur Rarität. Ist das gesprochene Wort einfach passè? Vielleicht. Eines scheint jedoch sicher: Messenger-Dienste sind die Kommunikationsform unserer Zeit. Kaum ein Mensch kann sich noch ein Leben ohne Smartphone vorstellen und auf jedem dieser Geräte ist mindestens eine dieser Apps zu finden. Aber eine Frage bleibt: Telegram vs. Whatsapp, was ist besser?

Auf den ersten Blick dieselbe Soße

Beiden Apps ist gemein, dass sie dieselbe Funktion erfüllen: Der Austausch von schriftlichen, tonalen oder visuellen Nachrichten. Oder, in einem Wort, die Funktion des Chattens. In dieser Hinsicht sind sich beide recht ähnlich. Man eröffnet einen virtuellen Chat-Room mit einer oder mehreren Personen und beginnt, sich zu unterhalten. In grünem Farbdesign bei WhatsApp, bläulich gehalten bei Telegram. So weit, so gut, doch bei näherem Hinsehen stechen bei der Gegenüberstellung von Telegram vs. Whatsapp dann doch so einige Unterschiede heraus.

Telegram vs. WhatsApp bietet auch eklatante Differenzen

Im Gegensatz zu WhatsApp ist Telegram gänzlich cloud-basiert. Das bedeutet, dass der Nachrichten-Dienst weder Speicherplatz benötigt, noch in irgendeiner Weise auf diesen zugreift. Dies hat einerseits den Vorteil, dass du dir um Speicherkapazitäten keine Sorgen mehr machen musst und andererseits die verschickten Nachrichten, Bilder und Videos automatisch auf allen verbundenen Geräten abrufbar sind.

Obwohl beide Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, versichern die russischen Macher, dass bei ihrem Telegram keine Informationen an Dritte oder Regierungen weiter gegeben werden. WhatsApp ist diesbezüglich ein wenig offener und gibt zu, dass sie Informationen teilweise an Dritte weitergeben. Dies allerdings nur nach ausdrücklicher Erlaubnis des Nutzers.

Der etwas größere Fokus auf Datenschutz seitens Telegram manifestiert sich zudem darin, dass bei dem blauen Messenger-Dienst die Option besteht, eine „Selbstzerstörungs-Funktion“ für die verschickten Nachrichten einzurichten. Ist diese einmal aktiviert, kann man Nachrichten nicht mehr weiterleiten und sie werden nach einer festgelegten Zeit gelöscht. Ein deutlicher Punkt für blau in dem Rennen Telegram vs. Whatsapp.

WhatsApp hingegen ist seit einiger Zeit ein Teil von Facebook, was viel über deren Umgang mit Daten aussagt. Der Vorteil hierbei: WhatsApp wird von deutlich mehr Personen genutzt, was im Fall von Messenger-Diensten ein elementares Kriterium ist. Sind die Bezugspersonen nicht im präferierten Chat-Programm, kann man es auch gleich sein lassen. Während Telegram im Oktober 2017 auf rund 170 Millionen User kam, erreichte WhatsAppvor Kurzem die Marke von zwei Milliarden Nutzern.

Fazit: Telegram vs. Whatsapp bedeutet Sicherheit gegen Mainstream

Es ist also nicht so einfach, im Kampf Telegram vs. Whatsapp einen klaren Sieger zu küren. Sind alle Freunde bei WhatsApp, kann Telegramm noch so sicher sein, mit sich selbst zu chatten, macht nur begrenzt Spaß. Wessen Umfeld allerdings Wert auf Datenschutz legt, oder einfach mal was Neues ausprobieren möchte, dem sei Telegram herzlich empfohlen.

Telegram ist nicht die einzige Alternative zu WhatsApp. Und das ist auch gut so, denn für einige Handys droht das WhatsApp-Aus.

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