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WhatsApp bestätigt: Alle diese Daten werden wirklich über dich gesammelt

WhatsApp muss im App Store jetzt öffentlich angeben, welche Daten gesammelt werden.
WhatsApp muss im App Store jetzt öffentlich angeben, welche Daten gesammelt werden.
Foto: iStock.com, Canva.com [M]
Welche Informationen WhatsApp im Detail von seinen Usern abfragt, um diese bestmöglich tracken zu können, muss vom Messenger inzwischen selbst öffentlich gemacht werden.

Erst vor kurzem hat Apple angekündigt, seine Richtlinien für Anwendungen zu ändern. Demnach müssen alle Entwickler angeben, welche Informationen sie mit ihrer Software von Nutzern abfragen und dokumentieren. Das gilt auch für WhatsApp. Im App Store ist deshalb nun genau einsehbar, was der Messenger im Detail über dich wissen will und wodurch er dich trackt.

Das sind vier Alternativen zu WhatsApp
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WhatsApp: App Store macht Tracking-Daten sichtbar

Wer ein iPhone nutzt, kann über WhatsApp im App Store jetzt einiges erfahren. Aufgrund der neuen Regel für Anbieter auf Apples Plattform muss auch der Messenger nun offenbaren, wodurch er seine User nachverfolgt. Dass Facebook, der Konzern hinter WhatsApp, darüber nicht glücklich ist, zeigt eine Beschwerde, die diesbezüglich bereits an Apple gerichtet wurde.

WhatsApp hatte Apple für die neuen Richtlinien kritisiert, weil die Apple-eigene Anwendung iMessage zunächst davon ausgeschlossen schien. Beugen muss sich WhatsApp am Ende aber dennoch. Wie IndiaToday berichtet, beinhaltet die Angabe von WhatsApp im App Store, zu den Daten die womöglich über Nutzer gesammelt werden, einiges.

Dort heißt es einem Screenshot zufolge "Der Entwickler, WhatsApp Inc., hat angegeben, dass die Privatssphäre-Praktiken der App die Verarbeitung von Daten wie unten beschrieben beinhalten kann.

Daten, die mit dir verknüpft sind":

  • Einkäufe
  • Finanzinformationen
  • Standort
  • Kontaktinformationen
  • Kontakte
  • Anwenderinhalte
  • Identifizierungsmerkmale
  • Diagnosen
  • Nutzungsdaten

Einkäufe/ Finanzinformationen: Solange WhatsApp in Deutschland noch nicht aktiv für Einkäufe nutzbar ist, fallen diese Daten nicht an. Sollte es soweit sein - WhatsApp hat die Bezahlfunktion WhatsApp Pay erst im November 2020 in Indien eingeführt und plant zudem einen digitalen Warenkorb - können auch auf diesem Wege Informationen über dich gesammelt werden.

Identifizierungsmerkmale: Hier dokumentiert WhatsApp laut App Store Informationen über dein Gerät, wie dessen einzigartige digitale Signatur. Wofür genau der Messenger diese nutzt, ist laut IndiaTody nicht wirklich klar, sie kann aber dazu dienen herauszufinden, dass ein Nutzer neben WhatsApp auch Facebook oder den Facebook Messenger installiert hat.

Diagnosen: Hierbei handelt es sich möglicherweise um die Daten, die anfallen, sobald die App abstürzt, wie deine Netzwerkkonditionen aussehen und ähnliches.

Nutzungsdaten: Facebook zufolge handelt es sich hierbei um Daten, die für Marketing verwendet werden. Dahinter kann sich verstecken, wie lange du WhatsApp nutzt, zu welcher Zeit oder zu welchem Zweck, wie Chats oder Anrufe, wie IndiaToday weiter erklärt.

Ist dir WhatsApp am Ende zu unsicher, kannst du auf einige WhatsApp-Alternativen zurückgreifen. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten. Auch manch vermeintlich sicherer Messenger lädt deine Daten herunter.

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