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Titanic-App wieder da: Google entschuldigt sich mit lustiger Karikatur

Die Android-App des Satire-Magazins Titanic wurde gesperrt. Jetzt entschuldigt sich Google dafür.
Die Android-App des Satire-Magazins Titanic wurde gesperrt. Jetzt entschuldigt sich Google dafür.
Foto: imago images/ZUMA Press, jonasanicons via Canva.com
Die Android-App des Titanic-Magazins wurde kürzlich unter anderem wegen eines nackten Papst-Pos gesperrt. Jetzt ist die App wieder da und Google "zieht blank und sagt Sorry".

Titanic ist ein deutsches Satire-Magazin, das nicht nur als Print-, sondern auch als Online-Ausgabe erhältlich ist. Doch zumindest im Google Play Store gab es die Zeitschrift für wenige Wochen nicht mehr. Die dazugehörige Android-App wurde gesperrt, weil Google mehrere Cover nicht gefielen. Nun wurde die Sperrung rückgängig gemacht und der Konzern-Riese entschuldigt sich mit einer "Sorrykatur" bei dem Satire-Magazin.

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Android-App des Titanic-Magazins ist wieder verfügbar

Nachdem Moritz Hürtgen, Chefredakteur des Titanic-Magazins, auf Twitter bekannt gibt, dass die Android-App der Satire-Zeitschrift wieder unzensiert im Google Play Store vorhanden ist ("Am Ende wurde der wirtschaftliche Druck wohl einfach zu groß für Google"), twittert Google Deutschland:

"Wir sagen sorry mit der weltweit ersten Sorrykatur von @DerBulo. Humor und Satire dürfen nicht untergehen – schon gar nicht in Deutschland." Von Peter Bulo Böhring ließ sich Google eine "Sorrykatur" anfertigen:

Warum wurde die Android-App überhaupt gesperrt?

In einer Pressemitteilung vom 15. Februar 2021 erklärt Titanic, dass Google die Titanic-App ohne Vorwarnung kurz vor Erscheinen der Ausgabe 2/2021 sperrte. Zwar konnten Abonentinnen und Abonennten, welche die Anwendung bereits auf ihrem Handy hatten weiterhin nutzen, allerdings keine neuen Ausgaben mehr laden.

"Grund für die Sperre: das Titelmotiv der Ausgabe 12/2020. Google störte sich an 'profanity' in der sakralen Darstellung", so Titanic. Unter der Überschrift "Franziskus in der Zwickmühle" wird unter anderem ein Paps mit nackten Po gezeigt. "Profanity" wird übersetzt mit "Gotteslästerung".

Zwischenzeitlich störte sich Google außerdem an zwei weiteren Titelmotiven der Ausgaben 4/2019 und 4/2019. In beiden Fällen werden nackte Frauen und Männer in eindeutigen Posen gezeigt. Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen erklärte zu dieser Zeit: "Titanic wird sich nicht selbst zensieren, um dem verkniffenen Humor von Monopolwichsern in San Fernando Valley, äh: Silicon Valley gerecht zu werden."

Tipps & Tricks rund um den Goolge Play Store

Bevor du dich entscheidest, eine Android-App herunterzuladen, solltest du einige Dinge beachten. Es gibt eine Android-App, die kaum jemand kennt, die aber eine Bereicherung für dich sein könnte. Nach einem Google Play Store-Update gibt es ein neues Icon zu sehen. Hast du es schon bemerkt?

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