Kommt es zu einem Unfall, reagieren Menschen häufig nicht rational, sind durch das ausgestoßene Adrenalin unruhig oder fühlen sich hilflos. Da niemand überforderte Passenten oder Angehörige benötigt, die verzweifelt googeln oder schlichtweg nichts tun, helfen in diesen Fällen Erste-Hilfe-Apps. Da es davon jedoch unzählige gibt, haben wir fünf näher betrachtet und stellen die drei besten daraus vor. Alle Apps gibt es sowohl im Google Play Store als auch in Apples App Store.

Ranking der Erste-Hilfe-Apps: Kriterien

Jede der vielen Erste-Hilfe-Apps ist unterschiedlich komplex und bedienungsfreundlich. Die Kriterien, anhand denen wir die Apps bewertet haben, sind in drei Punkte gegliedert.

  1. Einfacher Aufbau
  2. Abdecken jedes Notfalls
  3. Verständliche Anleitung

Platz 1: Malteser

Die Notfall-App von Malteser ist besonders gut, weil sie so unglaublich simpel aufgebaut ist. In der App kannst du direkt einen Notruf absetzen, außerdem erhältst du unter „Notfall“ übersichtliche Anleitungen, was bei einem Verkehrsunfall zu tun ist. Klickst du auf „Erste-Hilfe-Tipps“, kannst du zwischen verschiedenen Notfällen wählen. Folgende Punkte deckt die App ab:

  • Brände und Feuerunfälle
  • Vergiftungen
  • Insektenstiche und Zecken
  • Elektrounfälle
  • Unterkühlungen und Erfrierungen
  • akute Erkrankungen wie Schlaganfälle, Asthma oder Krampfanfälle
  • Amputationen
  • starken Blutungen
  • Gewalteinwirkungen am Kopf
  • Covid-19
  • und vieles mehr.

Die App hilft dir auch in puncto seelische Betreuung und dem Handeln in Gewaltsituationen, womit du für viele Notfälle gewappnet bist. Klickst du auf einen einzelnen Punkt, wie beispielsweise „Erfrierung“, zeigt die App dir an, woran du eine Erfrierung erkennst und ob sie oberflächlich oder tiefgehend ist. Außerdem erläutert sie, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten und was du unbedingt beachten musst.

Platz 2: ASB-App im Notfall

Besonders gut unter den Erste-Hilfe-Apps ist auch die kostenlose App des Arbeiter-Samariter-Bundes. Grundsätzlich unterschiedet sie sich nicht stark von der Malteser-App, zwei grundlegende Unterschiede gibt es dennoch.

Unterschied Nr. 1 ist, dass in der App unter dem Menüpunkt „Persönliche Daten“ alle nötigen Infos über dich hinterlegt werden können. In den Feldern fragt dich die App nach deiner Blutgruppe, deinem Namen und Geburtsdatum und Kontaktnummer. Aber auch chronische Krankheiten, Medikamente und Allergien fragt die App ab. Selbst Zahnersatz und Kontaktlinsen kannst du ankreuzen. Besitzt du ein iPhone oder eine Apple-Watch, kannst du diese Infos allerdings auch in der Health-App hinterlegen.

Allerdings fehlen in der App Informationen zu Gewaltsituationen, Covid-19 oder seelischer Betreuung völlig. Andererseits sind die Punkte „Verletzungen im Auge“ und „Becken- und Wirbelsäulenverletzung“ vertreten, die in der Malteser-App fehlen. Zusätzlich kannst du nach Krankenhäusern und Apotheken in der Nähe suchen.

Platz Nr. 3: Die Erste-Hilfe-App von FLEXEO

Einen unkreativen, aber einfachen Namen hat die App „Erste Hilfe App“ von FLEXEO, die besonders durch ihr Design auffällt. Wie das niedliche Herz mit Stethoskop schon ahnen lässt, ist diese App besonders kinderfreundlich. Besonders punktet die App außerdem mit den erklärenden Bildern, die meist integriert sind. Allgemein ist die App sehr übersichtlich und hat nur elf Unterpunkte:

  • Notruf absetzen
  • Sofortmaßnahmen
  • Verätzungen
  • Verbrennungen
  • Vergiftung
  • Blutungen
  • Schock
  • Knochenbrüche
  • Stromunfälle
  • Verkehrsunfälle
  • Hund/Katze

Besonders der letzte Punkt ist das Alleinstellungsmerkmal der App, da du mit ihr auch deinen Haustieren erste Hilfe leisten kannst. Klickst du auf den Punkt, kannst auch nochmal zwischen vielen verschiedenen Problemen wie „Wiederbelebung“ auswählen.

Fazit: Erste-Hilfe-Apps im Vergleich

Die Malteser-App und die ASB-App sind sich in vielen Punkten ähnlich und sind doch unterschiedlich. Möchtest du auf keine Funktion verzichten, solltest du dir daher beide Apps herunterladen. Besitzt du ein iPhone, empfehlen wir die Malteser-App, da du hier kompakt für jeden Notfall eine Übersicht hast. Anschließend solltest du deine eigenen medizinischen Daten in der Health-App unter „Notfallpass“ hinterlegen.

Besitzt du kein iPhone, ist die Erste-Hilfe-App des Arbeiter-Samariter-Bundes etwas für dich. Hier hast du dann alle Informationen für den Notfall bei anderen oder bei dir in einer App, was Sanitäter:innen die Arbeit sehr erleichtern kann. Könnte dich zu viel Text im Notfall überfordern und anleitende Bilder sind dir lieber, greife zur „Erste Hilfe App“ mit dem niedlichen Herz. Auch wenn du einen Hund oder eine Katze besitzt, solltest du diese App installieren.

Neben Erste-Hilfe-Apps gibt es auch spezielle Notruf-Apps. Fragst du dich eher, ob du oder eine Person in deinem Umfeld alkoholabhängig ist, kannst Alkoholikerinnen und Alkoholiker mit diesen zwei Fragen erkennen.

Quellen: eigene Recherche

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