Wird WhatsApp kostenpflichtig? Das schließt der Dachkonzern Meta auf keinen Fall aus. Immerhin wäre dies eine wahre Goldgrube für das Unternehmen. Gleichzeitig will man keine User vergraulen. Ein internes Memo gibt einen genaueren Einblick, wie das Abo-Modell in gar nicht allzu ferner Zukunft aussehen wird.

WhatsApp: Einige Funktionen nur gegen Geld

In einem internen Memo, welches dem Tech-Magazin The Verge vorliegt, schildert Meta erste vorsichtige Pläne seine Produkte mit kostenpflichtigen Features zu versehen. Darin wird von „möglicherweise bezahlpflichtigen Funktionen“ für WhatsApp, Instagram und Facebook gesprochen.

Allerdings will man Nutzer*innen nicht aussperren, bestätigt John Hegeman Vice President of Monitization bei Meta. „Ich denke es gibt einige Möglichkeiten neue Produkte, Funktionen und Erfahrungen zu entwickeln, für die die Leute dann auch bereit sind zu zahlen“. Beispiele nennt er bisher keine.

Betrachtet man jedoch erste Ansätze, wird schnell klar, in welche Richtung es mit dem beliebten Messenger gehen könnte. Für Firmen gehört es bereits zur Normalität zu zahlen, wenn sie ihre Kund*innen über WhatsApp kontaktieren wollen. Bei Instagram soll es für Creator bald die Möglichkeit geben, exklusiven Content nur mit einer Paywall für ihre Fans zugänglich zu machen.

Mögliche Features vs. Werbung

Da jedoch noch keine konkreten Bezahl-Features für die App bekannt sind, kannst du noch einmal durchatmen. Erst im Juni diesen Jahres bestätigte Meta-CEO Mark Zuckerberg, dass diese auch erst ab 2024 auf dem Plan stünden.

Mit einem Blick auf die Konkurrenz und den Andeutungen des Dachkonzerns ist jedoch folgendes Szenario nicht unrealistisch: Jeder könnte WhatsApp nach wie vor kostenfrei nutzen. Zugang auf bestimmte Features, wie etwa Umfragen in Gruppenchats, bestimmte Emojis oder Sticker und weiteres erhältst du nur gegen Geld. Es ist davon auszugehen, das alle Features, auf die jetzt schon jede*r Zugriff hat, für alle User*innen bestehen bleiben.

Der Konkurrent Telegram bietet seinen User*innen beispielsweise ein Abo in Höhe von 5,49 Euro monatlich. Telegram Premium ist aktuell noch nicht in Deutschland verfügbar, verspricht andernorts jedoch schnellere Up- und Downloads sowie eine verbesserte Chatverwaltung. Kommt „WhatsApp Premium“, könnte sich dieses in einem ähnlich Preissegment befinden.

Des Weiteren gibt Vice President Hegeman ebenfalls zu, dass man auch im Bereich Werbung neue Möglichkeiten erschließen will. Es ist demnach durchaus möglich, dass du zwischen einem Abo mit exklusiven Funktionen und WhatsApp als Basisversion mit Werbung entscheiden musst.

Quellen: The Verge, Telegram

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