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Facebook-Datenaffäre: Warum Mark Zuckerberg auf Steve Jobs hätte hören sollen

Schon in Facebooks Anfangszeiten fungierte Steve Jobs als eine Art inoffizieller Mentor für Zuckerberg.
Schon in Facebooks Anfangszeiten fungierte Steve Jobs als eine Art inoffizieller Mentor für Zuckerberg.
Foto: Getty Images / Win McNamee / Justin Sullivan / bearbeitet durch futurezone
Der Skandal um mangelnden Datenschutz bei Facebook nimmt kein Ende. Wie nun bekannt wurde, hatte Apple-Gründer Steve Jobs bereits früh versucht, seinen Standpunkt zum Thema Privatsphäre an Mark Zuckerberg zu vermitteln.

Im Jahr 2010 nahmen sowohl Steve Jobs als auch Mark Zuckerberg an der "All Things Digital"-Konferenz des Wall Street Journal teil. Beide wurden dort separat interviewt, während der andere im Publikum saß. Steve Jobs wurde damals zum Thema Privatsphäre befragt und gab eine Antwort die, hätte Mark Zuckerberg sie sich mehr zu Herzen genommen, den derzeitigen Facebook-Datenskandal vielleicht sogar hätte verhindern können.

Steve Jobs meinte: "Fragt sie immer wieder."

Im Jahr 2010 war zudem bereits Kritik an dem sozialen Netzwerk Facebook bezüglich seinem Umgang mit Nutzerdaten bekannt. Damals überarbeitete das Unternehmen seine Privatsphäre-Kontrollmechanismen, nachdem Kritik laut wurde, Facebook würde seine Nutzer zur Preisgabe von Daten zwingen. Umso mehr hätte Mark Zuckerberg Grund gehabt, Steve Jobs bei diesem Thema gut zuzuhören. Jobs sagte nämöich damals, dass "Apple immer eine andere Sichtweise zum Thema Privatsphäre gehabt" hätte als andere Silicon Valley Firmen.

Weiter sagte Jobs, dass er der Meinung sei, dass Menschen grundsätzlich klug sind und man sie fragen sollte, ob sie zustimmen, dass ihre Daten genutzt werden und zwar "in klarem Englisch und immer wieder". Jobs führte aus: "Fragt sie immer wieder. Bringt sie dazu, euch sagen zu müssen, dass ihr aufhören sollt, sie danach zu fragen, wenn sie das satt haben. Lasst sie präzise wissen, was genau ihr mit ihren Daten vorhabt."

Steve Jobs Interview

Zuckerberg hatte viele Fragen an Jobs

Zuckerberg und Jobs hatten sich aber auch davor schon einige Male ausgetauscht. Steve Jobs fungierte ganz zu Beginn der Facebook-Geschichte sogar als eine Art inoffizieller Mentor für Zuckerberg. Dieser erzählte dem Interviewer Charlie Rose 2011, dass er damals viele Fragen an Steve Jobs gehabt hätte. Vor allem beschäftigte ihn, wie man "ein Team um sich bildet, dass ebenso wie man selbst darauf fokussiert ist, so hohe Qualität und gute Dinge zu kreieren wie du selbst".

Zu Beginn von Facebook hat Apple das neue Unternehmen, das damals noch Thefacebook hieß, mit einem Deal unterstützt. Pro neuem Nutzer gab Apple einen Dollar an Thefacebook mit einem Minimum von 50.000 US-Dollar. Später gingen Jobs und Zuckeberg sogar miteinander spazieren und hatten Dinner.

Jobs und Zuckerberg: ein angespanntes Verhältnis

Das Verhältnis war jedoch nicht immer entspannt. Zuckerberg widersprach beispielsweise der Aussage von Apples aktuellem Chef, Tim Cook, dass man als Nutzer von Firmen, die ihren Umsatz durch Daten machen, "immer das Produkt" sei. Zuckerberg bezeichnete diese Aussage als lächerlich und kritisierte Apple für die hohen Preise seiner Produkte.

Steve Jobs hingegen soll Zuckerberg einst als "verdammtes A****loch" bezeichnet haben.

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Wird Facebook sich grundlegend ändern?

In den letzten Tagen ging Mark Zuckerberg verstärkt an die Öffentlichkeit, nachdem der Druck auf ihn und Facebook immer größer geworden war. Zuletzt wurde zudem bekannt, dass Facebook die Telephon- und SMS-Daten der Nutzer gesammelt hat. Zuckerberg schrieb in einem Statement nun: "Wir unternehmen nun Schritte, um sicherzustellen, dass das nicht wieder passiert."

Die Zeit wird zeigen, ob das stimmt.

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