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Vorsicht beim Online-Shoppen: Das ist deine Alternative zum nervigen Internet-Preisvergleich

Internet-Preisvergleiche können sich lohnen. Eine Alternative zum Online-Shoppen birgt aber noch mehr Potenzial zum Geldsparen.
Internet-Preisvergleiche können sich lohnen. Eine Alternative zum Online-Shoppen birgt aber noch mehr Potenzial zum Geldsparen.
Foto: iStock/Mladen Sladojevic
Bei Online-Shops wie Amazon und Zalando wollen alle Geld sparen. Doch häufig verwirrt der Dschungel der Internetpreise. Was gegen die "scharfe Waffe" helfen dürfte.

Amazon, Zalando und andere Online-Händler sind beliebt, schließlich kann man dort fast alles finden und kaufen, wonach man sonst lange suchen würde. Allerdings haben die Plattformen ein großes Problem: Im Internet-Preisvergleich kann das, was noch am Morgen im Angebot war, schon am Nachmittag desselben Tages wieder viel teurer sein oder umgekehrt. Kunden gefällt das gar nicht. Gehörst du auch dazu, solltest du einer Studie zufolge statt online zu shoppen auf anderem Wege einkaufen.

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Internet-Preisvergleich verwirrt: Das ist die Strategie dahinter

Hinter Amazons Preisverlauf und den Preistaktiken anderer Online-Shops steckt eine klare Strategie: Die Preise für Produkte werden regelmäßig angepasst. Was heute ein Schnäppchen ist, kann morgen mehr kosten. So können die Kosten für einen Artikel sogar mehrmals am Tag auf die Nachfrage der Kunden und die Unternehmensstrategie angepasst werden.

Das kann Vorteile für Kunden haben, wenn sie im Internet-Preisvergleich wirklich ein Schnäppchen ergattern. Die Preisänderungen allgemein gefallen aber vielen Menschen gar nicht, wie eine neue Studie der Universität zu Köln und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie nahelegt. In einem vierwöchigen Zeitraum haben Forscher Preisvergleiche im Internet und im stationären Handel unternommen. Dabei wurden stationär sowie digital auf Amazon, Google Shopping und Idealo Produkte in verschiedenen Kategorien beobachtet.

Das Ergebnis der Studie: Auch Kunden, die von den Preisstrategien profitierten, empfänden diese als unfair. Vermutlich, so die Forscher, weil betroffene Konsumenten es eher als "zufälliges Glück empfinden, in der spezifischen Situation bevorteilt worden zu sein, sie bei ihrem nächsten Kauf jedoch vor höheren Preisen nicht geschützt sind".

Die "scharfe Waffe"

Das augenscheinliche Problem vieler Kunden, die im Internet Preise vergleichen, bestätigt auch Eva Stüber, Handelsexpertin vom Kölner Institut für Handelsforschung gegenüber Business Insider. "Preisänderungen sind eine scharfe Waffe, mit der sehr vorsichtig umgegangen werden muss." Eine allzu dynamische Preisentwicklung wirke sich daher negativ auf die Kundenzufriedenheit aus.

Das gelte jedoch nicht nur beim Online-Shopping auf Amazon und Co. "Selbst in Bereichen, in denen ständige Preisschwankungen schon lange üblich sind, etwa bei Tankstellen, Flug- oder Hotelbuchungen ärgern sich die Kunden noch immer darüber", so Stüber.

Das Geschäftsmodell mit den schwankenden Online-Preisen wird sich kaum von selbst erledigen. Bei der großen Transparenz durch Internet-Preisvergleiche bleibt den Plattformen kaum etwas übrig, als den möglichst besten Preis zu bieten.

Das sagt Amazon dazu

Das bestätigt auch ein Amazon-Sprecher: "Wir arbeiten jeden Tag daran, unseren Kunden niedrige Preise, eine große Auswahl und eine schnelle Lieferung zu bieten. Unsere Preise schwanken, damit wir den niedrigsten wettbewerbsfähigen Preis von anderen Händlern erreichen oder unterbieten können, Preise ändern sich nicht aufgrund des Standorts oder Kaufverhaltens eines Kunden. Verkaufspartner legen ihre eigenen Preise in unserem Store fest."

Mit dem Statement positioniert sich das Unternehmen gegen gleich mehrere Kritikpunkte, zum Beispiel den Vorwurf, Dynamic Pricing zu betreiben oder gar die eigenen Produkte in den Suchergebnissen bevorzugt auszuspielen. Weder würden Amazon-eigene Produkte priorisiert noch würde aktiv ein Dynamic Pricing betrieben, betont das Unternehmen.

Was tun beim Online-Shoppen?

Eine Alternative zu den Strategien der Online-Shops gibt es für die, die sie mögen: die klassischen Einkaufsstraßen.

Der erwähnten Studie zufolge werden die Preise im Internet zwar ständig verändert, im stationären Handel jedoch sind sie weitgehend stabil. Dafür wurden 300.000 Preise erhoben, mit dem Ergebnis, dass innerhalb eines Monats 43 Prozent der Preise im Netz einmal oder mehmals geändert wurden, aber nur zwölf Prozent im stationären Handel.

Außerdem sind stationäre Händler, die gleichzeitig auch online vertreten sind, einen großen Druck, ihre Preise gleich zu halten. Media Markt und Saturn haben zwar das erklärte Ziel, dass "der Online-Preis identisch mit dem Preis in den Märkten ist", der Preis wird jedoch nur einmal am Tag, und zwar nach Ladenschluss, verändert. Ein Whitepaper zur oben genannten Studie kannst du im Netz nachlesen (PDF).

Genieß deine Vorteile beim Shopping

Beim gewünschten Produkt den Internet-Preisvergleich zu machen, lohnt sich also, der Blick auf die Straße gleichzeitig aber ebenso. "Aktuell spricht nichts dafür, dass dynamische Preise im stationären Handel im großen Maße Einzug halten", sagt Stüber. Kunden dürfen sich also freuen – über die Chance, auch Vorteile durch dynamische Preise zu ergattern und gleichzeitig in der Einkaufsstraße ihres Vertrauens noch auf eine stabile Preisentwicklung vertrauen zu können.

Willst du auch auf dich vertrauen und beim Online-Shoppen Geld sparen, überliste Amazon mit diesen sieben Tricks. Außerdem hilft dir eine Website durch den Amazon-Preisverlauf. Hast du doch mal Probleme, ruf die Amazon-Hotline an.

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