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Still und heimlich startet Apple Revolution – mit ernsthafter PayPal-Alternative

CEO Tim Cook ist hoch erfreut: Es gibt Neues von Apple, das eine ernstzunehmende PayPal-Alternative bedeutet.
CEO Tim Cook ist hoch erfreut: Es gibt Neues von Apple, das eine ernstzunehmende PayPal-Alternative bedeutet.
Foto: imago images / AFLO
Apple ist dabei eine riesige Industrie zu revolutionieren und kaum einer merkt's. Dabei könnte das, was der Konzern bietet, bald zum Alltag von allen gehören.

In letzter Zeit wimmelte es von Schlagzeilen zum neuen iPhone SE 2 und dem Erfolg der Apple Watch. Fast vergessen wurde dabei etwas Neues von Apple: die Entwicklung von Apple Pay und Apple Card. Und das, obwohl diese ernstzunehmende PayPal-Alternative gerade quasi eine Revolution auslöst, die uns alle betreffen könnte.

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Neues von Apple: Das kommt einer Revolution gleich

In Deutschland ist der Trend noch nicht so angekommen wie im Rest der Welt. Dort aber ist er mehr eine Revolution als nur ein Trend: mobiles Bezahlen. Besonders Apple ist in diesem Bereich unglaublich erfolgreich. Denn schon jetzt machen Zahlungen mit Apple Pay und Apple Card ganze fünf Prozent aller weltweiten Kreditkartentransaktionen aus. Wenn man derzeit Neues von Apple berichten will, ist das wohl die revolutionärste News.

Diese Zahl liefert das Forschungsunternehmens Bernstein hervor, das außerdem prognostiziert, dass Apple Pay in den kommenden fünf Jahren zehn Prozent aller weltweiten Kreditkartenzahlungen ausmachen wird. Das wäre eine Verdopplung innerhalb kürzester Zeit. Es ist also nicht abwegig davon zu sprechen, dass Apple mit seinen Finanzprodukten und -dienstleistungen anfängt, eine milliardenschwere Industrie umzukrempeln und damit vor allem auch zu einer der größten PayPal-Alternativen werden könnte.

Wer Apple Pay und die 2019 eingeführte Apple Card am Anfang noch belächelte, dürfte nun eines Besseren belehrt werden. Der iPhone-Konzern war klug, früh genug in kontaktloses, mobiles Bezahlen zu investieren. Der Markt dafür soll in vier Jahren von 178 Milliarden US-Dollar Volumen auf 1,5 Billionen Dollar wachsen. Das sind gewaltige Summen, von denen sicher auch PayPal, Google mit Google Pay und andere Anbieter ein Stück abbekommen werden, Apple aber mehr.

Apple Bedrohung für PayPal

Schon Apple-CEO Tim Cook schwärmte bei Verkündung der jüngsten Apple-Quartalszahlen im Januar 2020 von der positiven Entwicklung der Apple Pay-Transaktionen. Sie seien auf mittlerweile über 15 Milliarden Transaktionen angewachsen. Laut Bernstein ist Apples Kurs in diesem Bereich tatsächlich so stark, dass der Konzern "eine der langfristigen Wettbewerbsbedrohungen für PayPal" zu werden beginnt. "Es gibt in der Tat eine Menge Gründe zur Besorgnis, dass Apple versuchen könnte, das Zahlungs-Ökosystem zu stören", so einer der Analysten.

Mit der Zeit wird dann sehr wahrscheinlich auch Apple Pay in Deutschland anziehen. Vielleicht werden auch deutsche Kunden erkennen, was das Apple Wallet kann. Übrigens: Die Apple-Card rettet dich nicht vor deinen Schulden. Und hier sind noch andere PayPal-Alternativen, die sich lohnen.