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Tesla Model X: In nur 90 Sekunden wurde das Auto per Bluetooth-Angriff geknackt

Eine Sicherheitslücke beim Tesla Model X zeigt eine große Schwäche. Ein Wissenschaftler konnte das Auto in 90 Sekunden hacken und stehlen.

Tesla Model X und Bluetooth Warnzeichen
Teslas Model X kann einfach mit einem Bluetooth-Angriff geknackt werden. Eine Lösung für die Sicherheitsücke steht schon bereit. Foto: [Futurezone.de] via Canva.com

Mit einer Bluetooth-Attacke ist es einem Sicherheitswissenschaftler gelungen, ein Tesla Model X in nur 90 Sekunden zu knacken und damit wegzufahren. Eine solche Sicherheitslücke könnten Diebe zu ihrem Vorteil nutzen.

Tesla Model X und Bluetooth Warnzeichen

Tesla Model X: In nur 90 Sekunden wurde das Auto per Bluetooth-Angriff geknackt

Eine Sicherheitslücke beim Tesla Model X zeigt eine große Schwäche. Ein Wissenschaftler konnte das Auto in 90 Sekunden hacken und stehlen.

Tesla Model X mit Bluetooth-Attacke geknackt

Bei einer Sicherheitsuntersuchung der belgischen Universität Leuven konnte ein Wissenschaftler gravierende Sicherheitsmängel an Teslas Model X feststellen. Der Sicherheitsforscher Lennart Wouters entdeckte Schwachstellen in den Model X-Fahrzeugen und den Schlüsselanhängern für die Fernentriegelung.

Der Fehler hätte von vielen Dieben ausgenutzt werden können, berichtet das Magazin Wired. Alles, was dazu benötigt würde, wäre die ID-Nummer des Fahrzeuges, welche sich leicht durch die Windschutzscheibe ablesen lässt. Wenn ein Dieb dann näher als 5 Meter an den Schlüsselanhänger herankommen kann, ist es laut Wouters ein Leichtes, mit einem etwa 300 Euro teuren Hardware-Kit einen anderen Schlüsselanhänger mit dem Signal zu koppeln und dann einfach mit dem Auto wegzufahren. Die Hardware ist relativ mobil und lässt sich ohne Weiteres in einem Rucksack verbergen.

Eine Lösung steht schon bereit

Der Wissenschaftler nahm daraufhin Kontakt mit Tesla auf, die in dieser Woche einen Fix ausrollen wollen, der das Problem mit der Schwachstelle beheben soll. Wie das Unternehmen dem Wissenschaftler mitteilte, könnte die Installation des Updates auf allen betroffenen Fahrzeugen bis zu einen Monat in Anspruch nehmen. Daher sei es von enormer Bedeutung, dass Tesla-Fahrer alle Updates in den kommenden Wochen so schnell wie möglich installieren sollte, um sich vor Diebstahl zu schützen. Aus diesem Grund hat der Forscher auch noch keine Details zu seiner Arbeit veröffentlicht.

Die Sicherheitslücke ist nicht das erste Problem, das bei Teslas Model X auftritt. Trotzdem schreibt die Firma mit ihren Elektroautos weiterhin Rekordverkaufszahlen. Durch den Höhenflug der Tesla-Aktie ist Elon Musk kürzlich zum zweitreichsten Mann der Welt aufgestiegen.

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