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Amazon-Betrug: Neue Masche zieht Händlern das Geld aus der Tasche

Mit ihrem Amazon-Betrug hat es die German Refund Crew direkt auf Händler abgesehen. Nun wird ermittelt.
Mit ihrem Amazon-Betrug hat es die German Refund Crew direkt auf Händler abgesehen. Nun wird ermittelt.
Foto: Getty Images/Matt Cardy
Auf Telegram finden sich einige eher semi-seriöse Gruppen. Eine von ihnen fasst mit einem Amazon-Betrug Händler ins Auge.

Über Amazons Rückerstattung kannst du dir nicht selten Geld zurückholen, das du für ein fehlerhaftes Produkt ausgegeben hast. Normalerweise musst du dabei den entsprechenden Artikel zurücksenden. Dank einer neuen Telegram-Gruppe scheint dies aber nicht in jedem Fall notwendig zu sein. Über einen Amazon-Betrug fassen die Organisatoren nun Händler ins Auge.

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Amazon: Betrug nimmt Händler aufs Korn

Die German Refund Crew ist eine von vielen Organisationen, die als Rückerstattungsbetrüger Amazon, eBay und vergleichbare Unternehmen ins Auge gefasst hat. Konkret wollen sie Kunden dabei helfen, Geld zu unterschlagen. Auch das Bundeskriminalamt hat dem Amazon-Betrug, Hintermänner und Kunden bereits auf dem Schirm und geht gegen sie vor.

Mit ihrer Masche hebeln die Betrüger c't zufolge zum einen die sogenannten Anti-Fraud-Maßnahmen der Händler aus und verschaffen den Kunden zum anderen ein neues Originalprodukt des Onlinehändlers. Kunden mussten im Gegenzug eine breite Palette an Daten preisgeben, um dem Team der German Refund Crew eine entsprechende Eigenabsicherung zu ermöglichen. Enthalten seien mitunter Namen und Adressen der Kunden gewesen.

Auch die Corona-Pandemie spielte den Betrügern in die Hände. So verzichten mittlerweile nicht wenige Paketboten auf Empfangsbestätigungen und legen die Sendungen häufig einfach vor der Tür jeweiliger Empfänger ab. Zum genauen Verlauf der Bestellungen und des Ablaufs gibt c't aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) nicht bekannt.

Risiken für Kunden

Mit einem dreisten Amazon-Betrug kam ein Krimineller erst Mitte 2020 an mehrere Hunderttausend US-Dollar. So soll der US-Amerikaner dabei vorgegangen sein. Wie dir bekannt sein dürfte, stehen bei Maschen wie dieser jedoch nicht immer die Händler selbst im Fokus. Häufig kommt es so etwa vor, dass es Tunichtgute auf den Käufer selbst abgesehen haben. Wegen Bestechungen im Amazon Marketplace standen mitunter im September 2020 sechs Personen vor Gericht. Der Amazon-Betrug sollte damit sein Ende finden.

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