Der niederländische Manager Pieter Nota ist Mitglied des Vorstands von BMW. In erster Linie trägt er die Verantwortung für die Bereiche Kunde, Marke und Vertrieb. Daher spielt er eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Bayerischen Motoren Werke für dem Umschwung auf die Elektromobilität zu wappnen. Stellte der US-Konzern Tesla bislang noch ein Problem dar, könnte dessen Dominanz bald der Vergangenheit angehören, meint Nota.

Tesla: Pieter Nota trifft hartes Urteil

Wie viele andere Automobilkonzerne hegt auch BMW ambitionierte Pläne für das Elektro-Segment. Bis 2030 soll mindestens eines von zwei verkauften Fahrzeugen vollelektrisch sein. Mit diesen Plänen will das Unternehmen vor allem Tesla als aktuellen Spitzenführer herausfordern. So beendete der Autobauer unter der Leitung des Unternehmers Elon Musk vergangenes Jahr erst die Dominanz des BMW-Konzerns für Luxusautos am US-Markt.

Noch 2022 will BMW weltweit rund 200.000 Elektrofahrzeuge verkaufen. Damit würde das Unternehmen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Zwar wäre BMW auch damit noch weit von Teslas 930.000 Verkäufen im Jahr 2021 entfernt, doch zeigt sich der Vorstand zuversichtlich: Musk wird seinen Wettbewerbsvorteil verlieren.

Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Pieter Nota, sein Unternehmen werde sich „auf einen sehr starken und schnellen Anstieg von Elektrofahrzeugen konzentrieren“. Tesla habe eine ganze Zeit lang ein Alleinstellungsmerkmal gehabt. „Das ist vorbei“, zitiert Automotive News weiter.

„Gewisse Entspannung“ voraus?

Auch Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, schließt sich den Worten Notas an. „Wir werden das Unternehmen an die Grenzen der Produktionsfähigkeit bringen“, erklärte er vergangene Woche. „Die Nachfrage wird in die Höhe schnellen. Wir sehen das bereits beim iX und beim i4.“

Nota bemerkt, dass Kundinnen und Kunden in den letzten Jahren „Early Adopter“ gewesen seien. Dieses Profil wandele sich nun allerdings. So seien Elektroautos mittlerweile attraktiv für ein viel breiter aufgestelltes Publikum. Man gehe zwar davon aus, dass Lieferengpässe durch die Corona-Pandemie auch 2022 noch stark bemerkbar sein würden, wahrscheinlich könne man im Jahr 2023 aber „eine gewisse Entspannung erleben“.

Quelle: Automotive News

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine: Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.