Für die Übernahme von Twitter will Elon Musk genau über die Anzahl der Fake- und Spam-Profile auf der Social Media Plattform informiert werden. Allerdings muss er auf diese Auskunft schon eine geraume Zeit warten. Nun scheint ihm der Geduldsfaden gerissen zu sein.

Twitter vs. Elon Musk: Harte Vorwürfe stehen im Raum

Beriets seit März 2022 ist Elon Musk mit 9,2 Prozent größter Anteilseigner von Twitter. Da er damit jedoch keine Befugnisse hat, an den Entwicklungen und Veränderungen der Plattform mitzuwirken, hat er sich prompt bereiterklärt, sie einfach zu übernehmen. Satte 43,4 Milliarden Milliarden US-Dollar würde er dafür zahlen. Das entspricht 54,20 US-Dollar pro Aktie.

Doch seit Mai 2022 ist der Deal ins Stocken geraten. Der Grund: Musk wollte vor allem über die Anzahl der Fake-Profile auf der Plattform informiert werden, bekomme jedoch die Daten dazu nicht. Damit lege eine Verletzung des Vertrages vor, die Musk dazu veranlasse, von der Fusionsvereinbarung abzusehen. Seine Anwälte sprechen von einem „klaren Verstoß“ seitens Twitter und stellen in Aussicht, dass Musk sich auf dem Handel zurückzieht.

Twitter selbst widerspricht laut der Zeit und habe sich bisher Musk gegenüber in Verhandlungen stets kooperativ gezeigt. Weiteres Interesse, dass Musk die Plattform übernimmt besteht wohl nach wie vor.

Weitere Verhandlungen pausiert

Es ist ebenfalls denkbar, dass der Milliardär auch versucht den Pries zu drücken. Im Zusammenhang mit der Drohung den Handel mit Twitter doch auszuschlagen, sackten die Aktienwerte ab. Als erste „Schockreaktion“ sank sie auf 34 Euro, wiederholte sich dann doch aber relativ schnell wieder und liegt gegenwertig bei 36 Euro. Damit verzeichnet sich dennoch ein Minus von 0,78 Prozent im Vergleich zur letzten Woche. Zur Erinnerung: Der Kaufpreis orientiert sich an einem längst vergangenen Aktienwert von 54,20 US-Dollar.

Zudem diskutieren die beiden Verhandlungsparteien aktuell über den Bargeldanteil, der Teil des Twitter-Deals sein muss. Stand jetzt muss er von den knapp 44 Milliarden Dollar 33,5 Milliarden in bar aufbringen, wie Reuters erklärt.

Da jedoch ein Großteil seines Vermögens in Tesla-Aktien angelegt ist, müssen andere Finanzierungsmodelle den Twitter-Deal bewerkstelligen. Jedoch hat Musk nun laut einer anonymen Quelle die Gespräche mit zwei Kapitalbeteiligungsgesellschaften pausiert, bis die Zukunft des Handels klar sei.

Doch keine Übernahme? Das könnte passieren

Tritt Musk wirklich vom Kauf der Twitter-Plattform zurück, kann ihn das teuer zu stehen kommen. Eine Strafe von rund einer Milliarde US-Dollar würde auf den Milliardär und Mehrfach-CEO zukommen. Zudem haben wir uns bereits Gedanken gemacht, was Musk planen könnte, wenn der Deal platzt.

Quellen: Google Finance, Zeit, Reuters

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