Wahrscheinlich hattest auch du das Problem schon einmal: Du vermutest, dein Arbeitsspeicher hat den Geist aufgegeben, bist dir aber nicht ganz sicher. Dann hilft es, seinen RAM zu testen, um seinen möglicherweise defekten Speicher austauschen zu können. Wie du unter Windows 10 ganz einfach erkennen kannst, ob sich einer der Riegel verabschiedet hat, erklären wir dir im Folgenden.

RAM testen: Das solltest du wissen

Unter Windows 10 ist es glücklicherweise ein Leichtes, seinen Arbeitsspeicher auf Fehler zu überprüfen. Du kannst deinen RAM testen, ohne vorher zusätzliche Software herunterladen zu müssen. Dabei hilft der RAM-Stresstest von Microsofts Betriebssystem dir, denn Fehler in verschiedenen Speichermodulen, die zu Fehlermeldungen und Abstürzen deines Rechners führen, sind keine Seltenheit.

Häufig sind deine RAM-Riegel im Falle dessen, dass sie Fehler verursachen, gar nicht einmal vollständig kaputt, sondern sie erreichen lediglich unter starker Belastung nicht mehr alle Speicherbereiche und die darauf vorhandenen Daten. Selbst, wenn dein Arbeitsspeicher komplett beschädigt ist, muss dies nicht bedeuten, dass er kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Oft läuft dein Rechner dann einfach nur instabil und das Problem macht sich erst beim Ausführen komplexerer Programme bemerkbar.

Wie du unter Windows 10 deinen RAM testen kannst

Zum Glück sind nur ein paar wenige Schritte nötig, um unter Windows 10 deinen RAM testen zu können. Die sogenannte „Windows-Speicherdiagnose“ hilft dir dabei. Diese findest du über das Startmenü deines Betriebssystems oder alternativ über die Suche, die sich ebenfalls unten links in deiner Taskbar befindet.

Hast du die Speicherdiagnose erst einmal gefunden, entscheidest du dich für die Option „Jetzt neu starten und nach Problemen suchen (empfohlen)“. Nicht erschrecken: Dein PC startet kurzerhand neu und öffnet automatisch einen „Bluescreen“, der aber in dem Fall nicht für eine Fehlermeldung steht, sondern für das „Windows Memory Diagnostics Tool“. Dieses führt nach kurzer Bestätigung den Standard-Test mit deinem Hauptspeicher durch. Anschließend werden dir die Ergebnisse des Tests von Windows 10 nach einem Neustart des Computers präsentiert.

Deinen RAM noch genauer testen

Neben dem standardmäßigen Test deines Arbeitsspeichers hast du auch noch die Möglichkeit, einen erweiterten RAM-Test von Windows 10 durchführen zu lassen. Nachdem du den Standard-Test über das „Windows Memory Diagnostics Tool“ durchgeführt hast, kannst du per Druck auf die „F1“-Taste deiner Tastatur eine präzisere Überprüfung deiner RAM-Riegel einleiten.

Hierbei wechselst du nun mittels „Tabulator“-Taste zwischen den verfügbaren Optionen hin und her und veränderst per Pfeil- und Zahlentasten die jeweiligen Einstellungen. Am genauesten kannst du deinen RAM testen, indem du unter dem Punkt „Test Mix“ die Option „Extended“ auswählst, dich bei „Cache“ für „On“ entscheidest und den „Pass Count“ auf „15“ stellst.

So erreichst du, dass alle verfügbaren Einzeltests des Speichers bis zu 15 mal wiederholt werden. So stellst du sicher, dass auch seltener auftretende Fehler deines RAMs entdeckt werden. Du bestätigst deine Auswahl mit der „F10“-Taste und startest den RAM-Test somit neu. Hast du den Rechner anschließend frisch gebootet, so informiert Windows 10 dich nach wenigen Minuten per Benachrichtigung in der Task-Leiste über die Ergebnisse.

Ergebnisse und Fazit

Klickst du die Benachrichtigung an, nachdem du erfolgreich deinen Ram testen konntest, so werden dir über den Reiter „Windows-Protokolle“ und den Unterpunkt „System“ die detaillierten Ergebnisse aus Windows „MemoryDiagnostics-Results“ (so heißt der Eintrag) angezeigt. Unter „Details“ bekommst du eine ausführliche Zusammenfassung der Testergebnisse.

Wie du sicher schon bemerkt hast, ist es kein Hexenwerk, unter Windows 10 seinen RAM testen zu lassen. Wenn du noch wissen willst, wie viel Arbeitsspeicher man überhaupt braucht, haben wir ebenfalls die Antwort für dich. Außerdem erklären wir dir, wie du herausfindest, welchen RAM du eigentlich hast.

Quellen: eigene Recherche, Netzwelt

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