Die Apple-Watch überwacht die Herzschläge ihrer Nutzer:innen und meldet Unregelmäßigkeiten und warnt bei Auffälligkeiten. Nun sind die Ergebnisse der Apple-Watch-Studie da und zeigen, dass die smarte Uhr oft richtig liegt.

Hunderte von Herzrhythmusstörung betroffen

Die Apple Heart Study begann 2017 und umfasste mehr als 400.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jede:r von ihnen erhielt eine Apple Watch und jede Person, die auf diesem eine Meldung beziehungsweise Warnung bezüglich der Herzschläge erhielt, bekam ein EKG-Pflaster.

Insgesamt erhielten knapp 2.000 Personen eine solche Warnung und somit auch ein Pflaster, das den Herzrhythmus auswertete. Etwa ein Drittel dieser Menschen bekamen dadurch die Diagnose „Vorhofflimmern“, eine Herzrhythmusstörung.

Der Rest der Personen mit Warnung: Ein Tappen im Dunkeln

Studienautor Dr. Marco Perez, Direktor der Klinik für vererbte Arrhythmie am Stanford University Medical Center, behielt auch diejenigen im Blick, die anhand des EKG-Pflasters keine Diagnose erhalten hatten.

„Auch wenn kein Vorhofflimmern festgestellt wurde, fanden wir viele Menschen, die etwas anderes hatten, das wahrscheinlich etwas klinische Aufmerksamkeit erforderte.“

Dr. Marco Perez

Die Untersuchungen der EKG-Pflaster der übrigen Personen ergab, dass etwa 40 Prozent von vorzeitiger Vorhofkontraktion und ventrikulärer Kontraktion betroffen sind. Das bedeutet, dass diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele zusätzliche Herzschläge hatten. Wie gefährlich diese sind oder werden können, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. Dr. Marco Perez ist sich allerdings sicher, dass diese unregelmäßigen Herzschläge weiterhin beobachtet und nicht ignoriert werden sollten. Sie stehen in der Verbindung mit Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz, doch wie sie behandelt werden sollen, ist noch nicht klar.

Außerdem gaben fast ein Drittel der Studienteilnehmer:innen mit EKG-Pflaster, aber ohne von diesem angezeigtes Vorhofflimmern, an, dass die nach Abschluss der Studie noch die Diagnose Vorhofflimmern erhielten. Die Apple Watch hatte hier also zurecht gewarnt und sich gegenüber des EKG-Pflasters behauptet.

Apple Watch: Die Herzgesundheit im Auge behalten

Die Apple Heart Study zeigt, dass eine Apple Watch ein Vorhofflimmern sehr gut erkennen kann und feststellt, wenn der Herzrhythmus auffällig ist. Dr. Marco Perez rät deshalb dazu, bei Warnungen von der Apple Watch umso mehr die eigene Herzgesundheit im Blick zu behalten. The Verge schreibt außerdem, dass die Reaktionen von Kardiolog:innen auf diese Warnungen sehr unterschiedlich ausfallen können. Einige Mediziner:innen könnten nur eine zehnsekündige EGK-Kontrolle durchführen, andere könnten deutlich längere Untersuchungen durchführen.

Um optimal auf die Gesundheit zu achten, haben wir aufgelistet, welche Apple-Health-Features es noch gibt und wie sie genutzt werden können. Um auch geistig fit zu bleiben, haben wir auch hier die fünf wichtigsten Eckpfeiler erklärt.

Quellen: The Verge, ahajournals – Circulation

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.

Neueste Videos auf futurezone.de