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Cyberangriff in der Ukraine: Tschernobyl wird überwacht

Die Geisterstadt Prypjat, die mit dem Bau von Tschernobyl gegründet und mit dem Reaktorunglück geräumt wurde.
Die Geisterstadt Prypjat, die mit dem Bau von Tschernobyl gegründet und mit dem Reaktorunglück geräumt wurde.
Foto: imago
Nachdem ukrainische Webseiten am Dienstag von dem Virus Petya.A attackiert wurden, steht die radioaktive Strahlung 1986 havarierten Kernkraftwerks unter Beobachtung.

„Aufgrund der temporären Abschaltung der Windows-Systeme findet die Kontrolle der Radioaktivität manuell statt“, teilte die Agentur für die Verwaltung der Sperrzone am Dienstag mit. Alle technischen Systeme der Station funktionieren aber normal, hieß es. Die Website des abgeschalteten Kraftwerks war allerdings nicht erreichbar. Vorher waren bereits dutzende Unternehmen und Behörden in der Ukraine aber auch in Russland von einem Erpressungstrojaner lahm gelegt worden.

Lösegeld in Bitcoin gefordert

Die Kriminellen forderten für die Wiederherstellung der Systeme eine Lösegeldzahlung in der Cyberwährung Bitcoin. Im vergangenen Herbst wurde eine neue Stahlhülle über die Atomruine zum Schutz vor radioaktiver Strahlung geschoben. Der nach dem Unglück über dem Reaktor vier eilig errichtete „Sarkophag“ aus Beton war brüchig geworden. Dennoch muss die Umwelt ständig auf den Austritt von Radioaktivität überwacht werden.

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