Schulkinder, die WhatsApp oder andere Messenger nutzen und über diesen Weg Kettenbriefe bekommen, können diese oft noch nicht richtig einordnen, sagen Safer-Internet-Experten am Dienstag. Sie ängstigen sich, wissen nicht, wie sie reagieren sollen und leiten diese unter der Androhung, dass sonst etwas „Böses“ passiert, unüberlegt weiter.

Ein typischer Kettenbrief enthält etwa Sätze wie: „Wenn du das nicht an 30 Leute weiterschickst, dann stirbt deine Mutter. Aber erst in einem Jahr“. Das ungeschriebene Gesetz hinter den Massensendungen lautet: Wer einen Kettenbrief erhält, muss diesen binnen kurzer Zeit an eine bestimmte Anzahl an Personen weiterleiten. Die Kette darf nie abreißen, sonst droht großes Unheil.

Kinder leiten die Briefe aus echter Angst weiter

Die Ängste der Kinder zu entkräften gestaltet sich in der Praxis oft schwierig. „Es hilft, das Thema immer wieder aktiv anzusprechen. Oft nimmt es Kindern die Angst, wenn man ihnen erklärt, dass es sich nicht um persönliche Nachrichten handelt, sondern dieselben Falschmeldungen an unzählige Personen verschickt werden“, sagt Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at.

In Deutschland steht Eltern mit dem Portal klicksafe.de eine Anlaufstelle (zur Website) für zahlreiche Tipps zur Verfügung, wie sie mit dieser Problematik umgehen sollen. Die Experten empfehlen Eltern etwa, das Thema initiativ anzusprechen und mit den Kindern Kettenbriefe durchzugehen. Zudem sollten sie ihren Kindern immer wieder erklären, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man diese Nachrichten nicht weiterschickt.

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