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Autonome Autos sind durch Sticker auf Straßenschildern verwirrt

Die Sicherheitsforscher machten sich die Funktionsweise der sogenannten Classifier zunutze.
Die Sicherheitsforscher machten sich die Funktionsweise der sogenannten Classifier zunutze.
Foto: University of Washington
Mit einer simplen Methode können selbstfahrende Autos daran gehindert werden, Straßenschilder korrekt zu erkennen. Ein Algorithmus reicht dafür aus.

Sicherheitsforscher der US-Universität Washington haben eine Angriffsmethode entwickelt, durch die selbstfahrende Autos Straßenschilder nicht mehr korrekt erkennen können. Mithilfe eines Algorithmus wurden Aufkleber erzeugt, die dafür sorgen, dass beispielsweise ein Stopp-Schild fälschlicherweise als Geschwindigkeitsbeschränkung erkannt wird. Die Aufkleber sind unspektakulär und würden einem menschlichen Autofahrer kaum auffallen: So platzierte man weiße und schwarze Balken zwischen der Aufschrift oder fügte pixelige Schrift hinzu. Ähnliche Aufkleber oder Graffiti sieht man immer wieder auf Straßenschildern.

Eine Tarnung, die über die subtilen Veränderungen hinwegtäuschen soll. Die Sicherheitsforscher machten sich die Funktionsweise der sogenannten Classifier zunutze, die mithilfe von Bilderkennung den erkannten Straßenschildern die korrekte Bedeutung zuweisen. Die Angriffe wurden aus mehreren Blickwinkeln und Distanzen erprobt, von nächster Nähe bis zwölf Meter (40 Fuß) Abstand.

Karten können helfen

Der Angriff könnte aber durch mehr Daten relativ einfach verhindert werden, meinen Experten. „Viele dieser Angriffsmethoden können ausgehebelt werden, indem man die wahrgenommene Umgebung und Kartenmaterial in Kontext zueinander setzt“, so Tarek El-Gaaly, Leiter der Forschung bei Voyage, einem Start-up für autonomes Fahren. So würde beispielsweise ein Stoppschild auf einer Schnellstraße wenig Sinn machen, ebenso wie eine unnötig hohe Geschwindigkeitsbeschränkung auf einer Landstraße.

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