Digital Life 

7-Jähriger holt sich Platz 1: So viel verdienen YouTuber

YouTube ist ein Phänomen und absolut beliebt. Was insgeheim aber alle wissen wollen: Wieviel Geld verdient man eigentlich damit? Ein Siebenjähriger ist jedenfalls Millionär.

Gaming, Schmink- und Beautytipps, Mode, Klatsch und Tratsch sind alles Themen, die die erfolgreichsten YouTuber Deutschlands in ihre Fangemeinden tragen. Ob mit Absicht ins Leben gerufen oder einfach nur, weil aus dem extensiven Hobby durch Zufall ein lohnenswerter Channel entstanden ist, ist egal. Die jeweiligen Follower lieben ihre Kanäle. Jeder von ihnen fragt sich bestimmt auch: Was verdienen YouTuber eigentlich?

Das sind die weltweiten YouTube-Topverdiener

Das Magazin Forbes wertet regelmäßig die Verdienste der erfolgreichsten YouTuber aus. Und laut der neuesten Liste gibt es eine neue Nummer eins am YouTube-Himmel: Ryan. 2017 verdiente der damals Sechsjährige bereits Millionen mit Spielzeug-Review bei YouTube. Nun ist er sieben Jahre alt und gleich mehrfacher Millionär.

Video: Ryan ToysReview ist der erfolgreichste YouTuber weltweit

Die Spielzeug-Rezensionen und mittlerweile auch Wissensvideos für Kinder, die auf seinem Kanal "Ryan ToysReview" laufen, brachten ihm laut Forbes zwischen Juni 2017 und Juni 2018 insgesamt 22 Millionen US-Dollar (etwa 19,4 Millionen Euro) ein. "Ryan ist wie jeder andere Siebenjährige", schreibt Forbes. "Er liebt Lego, Züge, Autos - und seine 17 Millionen Abonnenten." Spielzeug unter seinem Namen gibt es mittlerweile auch in einer US-Supermarktkette zu kaufen.

Und wer kommt nach Ryan?

Die Top 10 der weltweiten YouTube-Verdiener 2018

  • Platz 10: Logan Paul – 14,5 Mio. Dollar (12,7 Mio. Euro)
  • Platz 9: PewDiePie – 15,5 Mio. Dollar (13,6 Mio. Euro)
  • Platz 8: Jacksepticeye – 16 Mio. Dollar (14 Mio. Euro)
  • Platz 7: Vanoss Gaming – 17 Mio. Dollar (14,9 Mio. Euro)
  • Platz 6: Markiplier – 17,5 Mio. Dollar (15,3 Mio. Euro)
  • Platz 5: Jeffree Star – 18 Mio. Dollar (15,8 Mio. Euro)
  • Platz 4: DanTDM – 18,5 Mio. Dollar (16,2 Mio. Euro)
  • Platz 3: Dude Perfect – 20 Mio. Dollar (17,5 Mio. Euro)
  • Platz 2: Jake Paul – 21,5 Mio. Dollar (18,9 Mio. Euro)
  • Platz 1: Ryan ToysReview – 22 Mio. Dollar (19,4 Mio. Euro)

Das sind die deutschen YouTube-Topverdiener

Auch deutsche YouTuber sind erfolgreich, auch wenn sie mit ihren Verdiensten längst nicht an die ihrer internationalen Kollegen herankommen. Trotzdem lohnt sich ihr Geschäft. Laut einer aktuellen Auswertung der Kommunikationsberatung Faktenkontor sind die folgenden YouTube-Kanäle in Deutschland für ihre Betreiber am lukrativsten. Unter den Top Ten finden sich nicht überraschend bekannte Persönlichkeiten wie Bibi und Rammstein.

Die Top 10 der deutschen YouTube-Verdiener 2017

  • Platz 10: ConCrafter / LUCA – 348.319 Euro
  • Platz 9: Gronkh – 358.601 Euro
  • Platz 8: GermanLetsPlay – 368.427 Euro
  • Platz 7: Rammstein Official – 409.764 Euro
  • Platz 6: Entertainment Access – 422.504 Euro
  • Platz 5: The Voice Kids – 423.086 Euro
  • Platz 4: Mypassde – 491.239 Euro
  • Platz 3: Paluten – 492.774 Euro
  • Platz 2: BibisBeautyPalace – 513.534 Euro
  • Platz 1: Promiflash – 916.088 Euro

Die Top-Verdiener 2018 werden wir gen Ende des Jahres wissen.

Wie verdient ein YouTuber Geld?

Voraussetzung, um überhaupt Einnahmen mit eigenen Videos zu generieren, ist die Teilnahme am sogenannten YouTube-Partnerprogramm. Bewerben kann sich jeder Kanal, der mindestens 10.000 öffentliche Aufrufe erreicht. Aber auch dann verspricht YouTube nur die "Überprüfung" der Aufnahme in das Partnerprogramm, eine Garantie gibt es also nicht.

Subscriber oder Likes, was zählt?

Hat man es jedoch geschafft und wurde in das entsprechende Programm aufgenommen, stellt sich die Frage, wonach man eigentlich bezahlt wird. Kommt es auf die Anzahl der Subscriber, also der Abonnenten an? Spielen die Likes eine entscheidende Rolle?

Weder noch. Allerdings: Eine hohe Anzahl von Abonnenten wird sich sehr wahrscheinlich auf die Anzahl der Views auswirken. Gleiches gilt auch für die Likes. Wird ein Video positiv bewertet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch andere Menschen schauen und somit Views generieren.

YouTubes Währung: Views für Werbung

Und genau das ist die Währung, die für YouTube zählt. Die Stars des Portals werden bezahlt nach der Anzahl von Menschen, die die eingeblendete Werbung anschauen. Je mehr Menschen schauen, desto mehr verdient der YouTuber.

Reich wird man damit alleine aber noch nicht. Auch wenn die Google-Tochter selbst keine Zahlen veröffentlicht: In der Szene spricht man von ein bis zwei Euro – pro 1.000 Videoaufrufe. Rechnet euch selbst aus, wie viele Views benötigt werden, um auf Einkünfte zu kommen, die zur Deckung der eigenen Lebenshaltungskosten ausreichen.

Dann noch: Amazons Affiliatelinks

Eine weitere Möglichkeit für YouTuber Geld zu verdienen, sind sogenannte Affiliatelinks. Diese Links werden von den Vloggern in die Beschreibung des Videos gepostet. Klickt ein Zuschauer auf diesen Link, wird er beispielsweise direkt auf die passende Produktseite bei Amazon weitergeleitet. Wird der Artikel dann auch noch bestellt, klingelt es in der Kasse des YouTubers. Verlässliche Zahlen zu den Verdienstmöglichkeiten auf diesem Weg gibt es nicht.

Außerdem: Sponsored Videos

Filmt man Videos, die sich thematisch zum Beispiel im Bereich Unterhaltungselektronik bewegen, bietet sich erfolgreichen Vloggern oftmals die Möglichkeit von Sponsored Posts. Firmen wie Samsung, Sony oder Huawei bezahlen die YouTuber dann für die Präsentation des Produktes. Das kann eines der beliebten Unboxing-Videos oder eine Review sein.

Geld außerhalb von YouTube verdienen

Die ganz großen Stars der Szene generieren den Großteil ihres Verdienstes ohnehin außerhalb der Videoplattform, als Werbepartner, Buchautor oder Speaker auf Konferenzen. Auch außerhalb der Vloggersphäre nehmen die erfolgreichsten Vertreter damit einiges ein.

Mit über 56 Millionen Subscribern unfassbar erfolgreich: PewDiePie

Fun Fact: So viel tun Fans für ihre YouTuber

Felix “PewDiePie” Kjellberg war der erfolgreichste YouTuber der Welt, bis ihm Ryan und einige andere den Rang abgelaufen haben. Mittlerweile rangiert er selbst nur noch auf Platz neun, verdient aber immerhin 15,5 Millionen Dollar. Sein Kanal hat außerdem eine größere Abonnentenanzahl als die der Konkurrenz – und seine Fans kämpfen hart dafür, dass das so bleibt.

Wie The Verge berichtete, ist ein indischer Musikchannel namens T-Series mit aktuell 70.279.885 Abonnenten drauf und dran ihm den Rang abzulaufen. Und das bedeutet, dass die Fans, darunter andere erfolgreiche Youtuber ganze Werbekampagnen allein für PewDiePies Kanal verbreiten. Das gefällt dem Schweden sehr und er bedankt sich regelmäßig bei seinen Fans für die Unterstützung.

Fazit: YouTuber sind die neuen Stars

Es lohnt sich also YouTuber zu sein. Die erfolgreichsten YouTuber verdienen so viel, dass sie sich mehr als ihren Lebensunterhalt leisten können. Wer sich geschickt anstellt und einiges an Arbeit in seinen Kanal investiert, kann es weit bringen.

Das sagen übrigens andere, erfolgreiche Social Media-Influencer:

Wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist und wissen möchtest, was du als YouTuber verdienen kannst: Hier hast du die Möglichkeit, selbst auszurechnen, was mit deinem YouTube-Kanal an Einnahmen möglich wäre.

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