Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA ist es für Sicherheit im Luftraum zu sorgen und vor etwaigen Katastrophen zu warnen. So gibt sie fast täglich Warnungen heraus, allerdings selten eine mit höchster Dringlichkeitsstufe.

Eine solche Warnung hat die EASA nun für den Airbus A350-941 herausgegeben, wie die Welt berichtet. Demnach besteht die Gefahr, dass sich bei einer Verkettung von Fehlern das Gemisch von Kraftstoff und Luft im Treibstofftank entzündet. Diese Entzündung des Kerosin-Luftgemisches im Rumpftank würde zur unmittelbaren Explosion mit katastrophalen Folgen führen.

Hintergrund

Grund dafür soll ein Überhitzungsproblem einer Hydraulikpumpe beim Haupttank sein. Wenn sich im Tank nur noch wenig Kraftstoff, also großteils hochentzündliches Kerosin-Luftgemisch, befindet und gleichzeitig das Kühlsystem ausfällt, wodurch die Hydraulikflüssigkeit der Pumpe überhitzt, könnte es zu einer fatalen Explosion kommen.

Airbus will das Problem mit einem Software-Update in den Griff bekommen. Insgesamt seien rund hundert betroffene Modelle ausgeliefert worden. Auswirkungen auf den Flugverkehr soll es keine geben.

Wie das Luftfahrtportal Austrian Wings schreibt, ist im Jahr 1996 eine Boeing 747-131 der Trans World Airlines aufgrund ähnlicher Probleme abgestürzt.

Probleme bei Boeing

Erst kürzlich wurden beim US-amerikanische Airbus-Konkurrent Boeing alle Testflüge mit den neuen 737-Max-Modellen gestoppt, da es angeblich Qualitätsmängel bei den Triebwerken gab. Die Probleme wurden wenig später ausgeräumt und die ersten 737-Max-Modelle ausgeliefert.

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