Den aktuellen Hype rund um Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICOs) bezeichnet Jordan Belfort als Riesenschwindel, der „den Leuten noch um die Ohren fliegen wird“. Wie die Financial Times berichtet, warnt Belfort davor, dass ICOs ein riesiges Betrugsmodell sind, das einigen wenigen Spielern nutzt: „85 Prozent der Leute da draußen haben keine bösen Absichten, aber das Problem ist, dass dich fünf bis zehn Prozent reinlegen wollen. Das ist ein verdammtes Desaster.“

Nicht Kryptowährungen, sondern die Menschen dahinter sind falsch

Die Taktiken, die bei ICOs angewendet werden, vergleicht Belfort mit jenen vergangener Betrugsmaschen: Unterstützung erhalten, aggressiv bewerben, einige Informationen durchsickern lassen, Interesse entfachen – möglicherweise durch den Einstieg bekannter Persönlichkeiten – und dann alles so schnell wie möglich verkaufen, bevor der Preis einbricht. „Jedermann und seine Großmutter wollen derzeit an Bord springen“, meint Belfort. „Ich sage nicht, dass die Idee von Kryptowährungen falsch ist. Es sind die Menschen dahinter, die die Idee verraten werden.“

Mit Aktienbetrug wurde Belfort zum Wolf of Wall Street

Jordan Belfort erlangte in den 70er- und 80er-Jahren Berühmtheit als „Wolf of Wall Street“. Mit Telefon- und Aktienbetrug brachte er viele Anleger um ihr Geld, um sich selbst zu bereichern. Weil er später mit der Polizei kooperierte und sein Netzwerk aufdeckte, saß er nur 22 Monate im Gefängnis. Danach begann er, als Autor und Motivationssprecher zu arbeiten. Seine Geschichte wurde im Kinofilm „The Wolf of Wall Street“ von 2013 geschildert. Belfort wird darin von Leonardo DiCaprio gespielt.

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