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Black-Friday-Deals: Nehmt euch vor Fake Shops in Acht

So sah die Werbung für das Angebot im Fake Shop aus, die uns per E-Mail erreichte.
So sah die Werbung für das Angebot im Fake Shop aus, die uns per E-Mail erreichte.
Foto: Screenshot/E-Mail
Bald ist wieder Black Friday und mit ihm winken massive Angebote. Prüft allerdings vor einem Zahlungsvorgang genau, was ihr da kauft – denn Fake Shops sind verbreitet.

Neulich landete eine E-Mail in unserer Redaktion mit dem Betreff: „The best Black Friday deals 2017 - Only this weekend“. Es handelte sich um einen Shop in Ungarn, der E-Roller dar Marke NIU im Angebot hatte – und zwar für rund 1.000 Euro, während die E-Roller normalerweise mehr als das Doppelte kosten (hier geht's zu unserem NIU Pro 1-Test).

Das Angebot klang verlockend, die Website sah „echt“ aus – der Händler hatte AGB und Datenschutzbedingungen auf seiner Seite – doch als plötzlich lediglich „Vorauskasse“ als Zahlungsoption angeboten wurde, wurden wir stutzig.

Roller zu Dumpingpreisen

Die „awesome Black Friday Savings“ hätten sich, hätten wir bestellt, als Online-Falle entpuppt. Bei dem Shop handelte es sich nämlich um einen sogenannten Fake-Shop, der von Betrügern betrieben wird, um Online-Käufer abzuzocken.

Der offizielle NIU-Roller-Importeur für Deutschland und Österreich, die KSR Group sowie der Hersteller NIU selbst hatten bezüglich des ungarischen Shops bereits eine Warnung herausgegeben. „Hier handelt es sich um Shops, die auf Vorkasse zu Dumpingpreisen E-Roller der Marke NIU auf Lager hätten, und dann nicht liefern.“ Teilweise werden Kunden dann so lange mit „Lieferschwierigkeiten“ vertröstet, damit sie ihre Vorab-Überweisungen nicht rückgängig machen, heißt es auf der Website der „Polizei Beratung“. Der angesprochene Shop werde von der KSR Group nicht beliefert, heißt es in einem Bericht von Bericht von Bike and Business.

Tipps: Grüner Haken im Browser

Doch wie kann man sich nun vor solchen falschen Black-Friday-Angeboten schützen? Wenn ein Angebot besonders günstig ist, sollte man stutzig werden. Daher sollte man immer recherchieren, um wie viel ein Produkt normalerweise verkauft wird. Wenn ein Händler nur „Vorauskasse“ als Zahlungsoption anbietet, sollten die Alarmglocken schrillen.

Heutzutage sind Zahlungsoptionen wie Kreditkarte und/oder Paypal durchaus Standard. Diese sollten ausschließlich über eine verschlüsselte Verbindung abgewickelt werden. Diese erkennt man am grünen Haken im Browser. Wer sich unsicher ist, ob der Shop seriös ist, sollte eine Suchanfrage starten. Ist der Shop schon einmal als „Fake-Shop“ erkannt worden, spuckt die Suchmaschine relativ rasch entsprechende Ergebnisse aus. Wer danach noch immer unsicher ist, verzichtet besser auf den Kauf im gewählten Shop und vertraut auf altbekannte und bewährte Online-Shops.

Wer trotzdem aufgrund seiner Spontanität mal bei einem Fake-Shop bestellt, kann nur zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten. Die strafrechtliche Verfolgung über Ländergrenzen hinweg, ist zwar schwierig, aber sollte niemanden von einer Anzeige abhalten. Sollte das Geld erst relativ kurzfristig überwiesen worden sein, kann man versuchen, die Überweisung bei seiner Bank rückgängig zu machen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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