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Amazon bekommt Patent für ein Armband zugesprochen, dass für mehr Überwachung der Lagerarbeiter sorgen könnte

Die Arbeitsbedingungen, vor allem in den Lagerhallen des Versandriesen, stehen schon lange in der Kritik.
Die Arbeitsbedingungen, vor allem in den Lagerhallen des Versandriesen, stehen schon lange in der Kritik.
Foto: imago
Das Armband soll mit Hilfe von Ultraschall nicht nur die Position des Arbeiters im Lager erkennen können, sondern auch seine Handbewegungen überwachen.

Der US-Versandhändler Amazon hat ein Patent für ein mit Sensoren ausgestattetes Armband erhalten, das Lagerarbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen und überwachen soll. Im Patentantrag ist von Armbändern die Rede, die mithilfe von Ultraschall oder Funkwellen die Position der Hand des Arbeiters erfassen sollen. So kann einerseits die Position des Arbeiters im Lager genauer bestimmt werden, andererseits sollen sie genauere Hinweise darauf erhalten, wo sich die gesuchten Artikel befinden. Das soll längerfristig die Produktivität der Arbeiter verbessern.

Die Lagerarbeiter sind bereits jetzt mit Smartphone-ähnlichen Computern ausgestattet, auf denen die Produkte, die eingesammelt werden müssen, sowie die Route durch das Lagerhaus angezeigt werden. Das Armband soll eine zusätzliche Hilfe bei dieser Arbeit darstellen. Steht man beispielsweise direkt vor dem Regal mit dem gesuchten Gegenstand, wird die Hand des Arbeiters mit dem haptischen Feedback in die richtige Richtung gelenkt.

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Arbeitsbedingungen bei Amazon in der Kritik

Die Arbeitsbedingungen in Amazons Lagerhäusern stehen immer wieder in der Kritik. Der US-Onlinehändler soll seine Arbeiter hohem Druck aussetzen. So werden nur sehr kurze Toilettenpausen gewährt und an den Eingängen von US-Lagerhäusern werden ehemalige Mitarbeiter, die beim Stehlen erwischt wurden, auf großen Bildschirmen an den Pranger gestellt. Kritiker werfen Amazon vor, dass man mit dem Armband Mitarbeiter weiter unter Druck setzen und diese bereits für kurze Pausen, beispielsweise wenn man einen Blick auf das Smartphone wirft, bestrafen könnte. Der Patentantrag wurde bereits 2016 eingereicht, nun erhielt der US-Konzern das Patent zugesprochen.

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