Jedesmal, wenn du im Internet etwas suchst, wird deine Suchhistorie gesammelt und gespeichert — sei es durch Google, soziale Netzwerke wie Facebook oder E-Commerce-Unternehmen wie Amazon. Nur deine Browser-Historie zu leeren, reicht da nicht aus. Willst du als User halbwegs unsichtbar bleiben, solltest du deinen kompletten Online-Suchverlauf löschen.

Warum sollte ich meinen Suchverlauf löschen?

Angeblich nutzen Anbieter wie Google und Facebook deine Suchanfragen, um gezielt Profile von dir zu erstellen. Dadurch können sie dir Inhalte ausspielen, die deine persönlichen Interessen ansprechen. Das bedeutet für dich, Werbung die auf deine Präferenzen zugeschnitten ist.

Immerhin soll das Sammeln der Daten aus deinen Suchanfragen nur funktionieren, wenn du auf der entsprechenden Plattform eingeloggt bist. Möchtest du also in Zukunft für Google und Co. nicht mehr als Zielscheibe herhalten, kannst du deinen jeweiligen Suchverlauf einfach löschen.

Jeder Account muss einzeln bearbeitet werden

Ein Manko besteht allerdings: Obwohl du deine Suchanfragen in wenigen Schritten bereinigen kannst, musst du dich um jedes Konto einzeln kümmern. Wie du bei den größten Plattformen vorgehst, zeigen wir dir in kurzen Anleitungen.

Den Google-Suchverlauf löschen

Anfragen über Google sind die häufigste Variante des Suchens im Netz. Bist du dabei in nur einem der verschiedenen Services — egal, ob Google Mail, Googles Kalender, deine Google Ablage etc. — eingeloggt, könnte deine Suchhistorie genutzt werden.

  • Gehe zu „Mein Konto“ und klicke in der Kategorie „Persönliche Daten & Privatsphäre“ auf „Google Aktivitäten verwalten.
  • Unter „Aktivitätseinstellungen aufrufen“ findest du dein Aktivitätsprotokoll für verschiedene Google-Produkte wie Chrome oder YouTube.
  • Klicke dich über „Aktivitäten verwalten“ durch jeden Service. Dort kannst du deine „Einstellungen ändern“.
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Bei YouTube kannst du beispielsweise deinen Suchverlauf löschen (einzeln oder alle nach Datum) oder auch pausieren. Ähnlich verhält es sich mit deinem Chrome-Suchverlauf, Standort- und Geräteinformationen und deinen Sprach- und Audioaktivitäten.

Den Facebook-Suchverlauf löschen

Bei Facebook suchst du höchstwahrscheinlich weniger häufig, als bei Google, aber auch diese Suchanfragen könnten auf dich angewendet werden. Um deinen Suchverlauf zu löschen, gehst du folgendermaßen vor:

  • Gehe auf die Facebook-Seite und klicke auf die Suchleiste im Header. Es werden dir alle deine letzten Suchanfragen angezeigt.
  • Um diese zu löschen, klickst du auf „Bearbeiten“ oben rechts im ausgeklappten Fenster.
  • Über „Suchen löschen“ oben rechts kannst du deinen kompletten Facebook-Suchverlauf entfernen.
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Deinen Twitter-Suchverlauf löschen

Das Prinzip bei Twitter ist dem von Facebook sehr ähnlich. Auch hier kannst du über wenige Klicks deine Suchhistorie entfernen.

  • Klicke auf der Twitter-Webseite auf die „Twitter durchsuchen“-Suchleiste. Deine letzten Suchanfragen werden dir angezeigt.
  • Um deinen Suchverlauf zu löschen, klickst du auf das kleine x auf der rechten Seite und bestätigst deine Auswahl erneut.

Den Amazon-Suchverlauf löschen

Bei Amazon gibt es keine Liste mit deinen jüngsten Suchanfragen, die du durchforsten kannst. Dafür zeichnet die Plattform jedes Produkt auf, dass du dir auf der Seite ansiehst. Diese Daten wiederum beeinflussen die Empfehlungen, die dir gemacht werden.

  • Klicke in der Amazon-Toolbar unter der Suchleiste auf „XYs Amazon“ (bei mir ist es zum Beispiel „Danas Amazon“).
  • Über den Unterpunkt „Ihre besuchten Seiten“ kommst du auf eine Liste der kürzlich von dir angesehenen Produkte.
  • Klickst du rechts auf „Ändern“ öffnet sich eine weitere Toolbar, die es dir ermöglicht, den kompletten Suchverlauf zu löschen oder ein- beziehungsweise auszuschalten.

Ist er ausgeschaltet, kann Amazon nicht sehen, auf welche Artikel du klickst oder wonach du gesucht hast.

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Mehr Ratgeber-Informationen:

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Fazit

Deinen Suchverlauf zu löschen, kann von Vorteil sein. Auch ein Pausieren der Aufzeichnung deiner internen Suchanfragen durch Google, Amazon, Facebook und Co. ist nicht die schlechteste Idee. Zumindest verhinderst du auf diese Weise, dass die großen Player ein Profil von dir erstellen und dich in eine Filterblase stecken.

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