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Uber will erkennen können, ob du betrunken bist

Uber möchte sein Image aufpolieren: mit einer App, die betrunkene Kunden erkennt.
Uber möchte sein Image aufpolieren: mit einer App, die betrunkene Kunden erkennt.
Foto: imago/blickwinkel
Der Fahrdienst-Vermittler hat sich eine neue Idee patentieren lassen. Mit einer App sollen zahlreiche Nutzerdaten vom Fahrer erhoben und analysiert werden.

Der Fahrtdienst Uber will künftig bereits bei der Bestellung einer Fahrt erkennen, ob der Kunde betrunken ist. Das berichtet CNN, das ein entsprechendes Patent des US-Konzerns entdeckt hat. Demnach sollen zahlreiche Nutzerdaten erhoben werden, unter anderem Standort, Präzision bei der Bedienung, wie schnell Eingaben erfolgen, der Winkel, in dem das Gerät gehalten wird, sowie die Geschwindigkeit des Nutzers beim Gehen. Diese Daten werden anschließend mit den üblichen Nutzungsdaten verglichen, um den „Zustand“ des Nutzers bewerten zu können.

Diese Information soll auch an den Fahrer weitergeleitet werden, der sich dann bereits entsprechend darauf vorbereiten kann. Der „Zustand“ könnte auch in die Auswahl des Fahrers einfließen. So könnte der Auftrag bei einer starken Beeinträchtigung des Nutzers lediglich Fahrern zugewiesen werden, die für derartige Situationen ausgebildet sind.

App könnte Image von Uber aufpolieren

Das System könnte zahlreiche Probleme des Uber-Systems beheben, sorgt aber auch für Datenschutzbedenken. Der US-Konzern sorgte mit dem internen System „God View“, mit dem Mitarbeiter auf Kundendaten in Echtzeit zugreifen konnten, für Schlagzeilen. Dieses wurde offenbar auch missbräuchlich eingesetzt, unter anderem, um eine Uber-kritische Journalistin auszuspähen. Zudem musste Uber im Vorjahr einen Datendiebstahl eingestehen, von dem mindestens 57 Millionen Nutzer betroffen waren.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Zugleich könnte die frühzeitige Erkennung und Protokollierung von betrunkenen Fahrgästen für mehr Sicherheit sorgen. Der Fahrtdienst umwarb bereits des Öfteren gezielt Betrunkene, beispielsweise mit kostenlosen Fahrten vom Weihnachtsmarkt am Wiener Spittelberg und Gutschein-Codes in Chips-Tüten. Der Dienst verhindert zudem durch die Protokollierung der Route, dass Fahrer einen Umweg machen, um betrunkenen Nutzern höhere Gebühren zu verrechnen.

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Zudem könnten Streitfälle bei Reinigungsgebühren für Fahrzeuge so besser geklärt werden. Durch die Erkennung von betrunkenen Fahrgästen könnten womöglich auch Übergriffe von Uber-Fahrern eingedämmt werden. Allein in den USA gab es in den vergangenen vier Jahren 103 protokollierte Übergriffe, bei denen meist betrunkene Fahrgäste den Fahrern zum Opfer fielen.

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