Freitagmittag, 14 Uhr. Zu dieser Zeit hat wahrscheinlich niemand mehr Lust zu arbeiten. Im Vergleich zu den vorherigen Arbeitstagen ist man unproduktiver. Diese These kann eine neuseeländische Firma bestätigen.

24 Prozent Produktivitätssteigerung durch 4-Tage Woche

Die Finanz- und Immobilienfirma Perpetual Guardian hat acht Wochen lang die Vier-Tage Woche bei vollem Lohnausgleich für ihre Mitarbeiter getestet. Zwei Wissenschaftler wurden von der Firma eingestellt, um eine Produktivitätsanaylse durchzuführen. Nach Angaben der New York Times stieg die Produktivität in dem Zeitraum um 24 Prozent.

Anstatt 40 Stunden arbeiteten die Mitarbeiter nur noch 32 Stunden in der Woche. Bezahlt wurden die Angestellten aber für die vollen 40 Stunden. Dadurch zeigten sie sich motivierter, vermutlich wegen der verbesserten Work-Life-Balance. Außerdem kamen die Mitarbeiter pünktlicher zur Arbeit und verzichteten auf überlange Pausen, so das Unternehmen.

Mehr Work-Life-Balance:

Darüber hinaus begrenzten die Firmenbosse alle Meetings auf maximal 30 Minuten, um nicht unnötig Zeit zu verlieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Beide Maßnahmen sorgten für die Produktivitätssteigerung, vermuteten die Wissenschaftler.

4-Tage Woche als Antwort auf die digitalisierte Arbeitswelt?

Die digitalisierte Arbeitswelt bringt enorme Veränderungen mit sich und stellt uns vor immer neue Herausforderungen. Vielleicht ist die verkürzte Woche bei vollem Lohnausgleich genau die passende Antwort dafür. Die Mitarbeiter von Perpetual Guardian waren von der Maßnahme jedenfalls sehr begeistert und hoffen, dass die Vier-Tage Woche zum Dauerzustand wird.

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