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Jobs im All für jedermann: Holt euch den Master in Asteroiden-Bergbau

Asteroide faszinieren viele Menschen. Jetzt gibt es sogar einen neuen Masterstudiengang zum Thema Bergbau auf Asteroiden.
Asteroide faszinieren viele Menschen. Jetzt gibt es sogar einen neuen Masterstudiengang zum Thema Bergbau auf Asteroiden.
Foto: Nasa
Eine Schule in den USA bietet seit neuestem ein Master- und Doktoren-Programm für den Abbau von Materialien im All an.

Das Zentrum für Weltall-Ressourcen der technischen Universität Colorado School of Mines (CSM) hat den Erwerb der weltweit ersten Masterabschlüsse und Doktortitel im Bereich "Space Mining", also Abbau von Rohstoffen im Weltall, gestartet.

Bergbau auf Asteroiden

Zentrumsdirektor Angel Abbud-Madrid​ sieht im Bergbau auf Asteroiden und dem Mond die logische Schlussfolgerung aus der Suche des Menschen nach neuen Materialien. An der Schule erhofft man sich, Studenten bereits vor dem Start der ersten Bergbau-Sonden, mit denen erst in fünf bis acht Jahren gerechnet wird, auf die damit verbundenen künftigen Jobs vorzubereiten.

Genauer gehe es darum, heutigen Wissenschaftlern, Ingenieuren, Unternehmern, Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern die aufkeimende Industrie für Weltall-Ressourcen schmackhaft zu machen. Alle möglichen Abschlüsse legen der Universitätswebseite zufolge dafür den Fokus auf "Erforschung, Gewinnung und Verwendung von Weltall-Ressourcen".

Möglichkeiten zum Abbau gäbe es reichlich. Innerhalb unseres Sonnenystems finden sich laut jüngsten Zählungen der NASA 781,496 Asteroiden, die unsere Sonne umkreisen. Zehntausende davon schweben im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.

Asteroide werden immer wichtiger

Gegenwärtig machen wir uns nur Gedanken über die steinigen Brocken, wenn sie der Erde gefährlich nahe kommen, so wie der Asteroid, der uns vor kurzem erst knapp um 33.000 Kilometer verfehlt hatte. Tatsächlich werden die Objekte in Zukunft eine deutlich größere Rolle für uns spielen.

Asteroiden sind wie die Erde mit wertvollen Materialien versehen, die von Gold und Silber über Titanium bis hin zu Kobalt reichen. Ein 1852 entdeckter einzelner Asteroid enthielt bespielsweise Eisen im geschätzten Wert von 10.000 Billiarden US-Dollar. Würden sämtliche Ressourcen der Asteroiden im Gürtel zwischen Mars und Jupiter abgebaut, könnte der NASA zufolge jeder Mensch auf der Erde hundertfacher Milliardär werden.

Ähnlich der Colorado School of Mines sind zahlreiche private Unternehmen und Regierungsbehörden in den USA bereits damit beschäftigt, sich den größten Anteil an diesem zukünftigen Business zu sichern.

Auch die deutsche Industrie sieht Handlungsbedarf

Auch in Deutschland ist der Industrie das Thema nicht unbekannt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangt bereits nach einem schnellen Weltraum-Bergbau-Gesetz. So solle die Regierung "innovative Projekte des Weltraumbergbaus stärker fördern" und bessere Investitionsbedingungen schaffen. Im Koalitionsvertrag der Regierung ist ein Weltraumgesetzt schon berücksichtigt worden. Der BDI fordert zusätzlich staatlich geförderte Kredite für den Weltraum-Bergbau.

Für Bildungsangebote im Bereich Space Mining scheint es hierzulande allerdings noch nicht zu reichen.

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