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Das falsche Bild gelöscht? So könnt ihr es bei Android wiederherstellen

Ihr habt das falsche Bild geschreddert? Wir zeigen euch, wie ihr bei Android gelöschte Daten wiederherstellen könnt.
Ihr habt das falsche Bild geschreddert? Wir zeigen euch, wie ihr bei Android gelöschte Daten wiederherstellen könnt.
Foto: imago/Ikon Images
Hin und wieder kann es passieren, dass man aus Versehen Dateien löscht, die man lieber doch behalten hätte. Wir zeigen euch, wie ihr sie bei Android wiederherstellen könnt.

Urlaubsbilder, alte Songs oder sogar wichtige Dokumente – manchmal kann es passieren, dass man versehentlich Dateien löscht, die man nun plötzlich vermisst. Je nach Betriebssystem variieren die Möglichkeiten, mit denen ihr diesen Verlust wieder wettmachen und die verlorenen Erinnerungen zurück bekommen könnt. Ihr wollt gelöschte Daten wiederherstellen – Android macht es euch einfach.

Gelöschte Daten unter Android wiederherstellen: So geht's

Wie in so vielen Fällen liefert das Netz auch für versehentlich gelöschte Daten das passende Tool. "Recuva" hilft euch, Dateien, die vor dem Löschen auf eurer microSD-Karte abgelegt waren, wiederherzustellen. Zuvor müsst ihr jedoch beachten, dass ihr euer Smartphone, sobald das Objekt gelöscht wurde, zunächst so wenig wie möglich nutzen dürft. Schaltet es am besten in den Flugmodus und öffnet keine Apps, damit die gelöschen Daten nicht von eingehenden Nachrichten oder Ähnlichem überschrieben werden.

Zwar könnt ihr die verlorenen Daten auch dann zurückerlangen, wenn sie auf dem internen Speicher lagen, jedoch sind eure Chancen um einiges höher, wenn sie von der SD-Karte stammten. Auch kann das Programm nicht zu 100 Prozent gewährleisten, dass ihr tatsächlich alle Objekte zurückbekommt.

  1. Ladet euch zunächst Recuva herunter und installiert es auf eurem PC.
  2. Als nächstes müsst ihr mit eurem Smartphone in den USB-Debugging-Modus gehen.
  3. Geht dafür in den "Einstellungen" auf den Punkt "Entwickleroptionen" (im Zweifelsfall müsst ihr die Android-Entwickleroptionen erst freischalten).
  4. Verbindet nun euer Smartphone mit eurem Rechner und startet Recuva.
  5. Im Programm wählt ihr nun euer Gerät aus und klickt auf "Scan".

Hat die Anwendung ihre Suche abgeschlossen, müsst ihr nur noch die Dateien auswählen, die ihr retten möchtet. Dafür setzt ihr bei den jeweiligen Abschnitten einen Haken und klickt anschließend auf "Wiederherstellen". Neben Recuva könnten euch auch diese Tools weiterhelfen, wenn ihr bei Android gelöschte Daten wiederherstellen wollt:

  • EaseUS Android Datenrettungs-Freeware
  • Jihosoft Android Phone Recovery
  • MyJad Android Data Recovery
  • Aiseesoft Android Data Recovery
  • Tenorshare Android Data Recovery

Vorsicht ist besser als Nachsicht – das Backup über Windows

Hat Recuva euch nicht helfen können, war es offenbar schon zu spät und ihr habt die gelöschten Dateien endgültig verloren. Nun könnt ihr ihnen nachtrauern, das bringt doch aber auch nichts. Stattdessen würden wir euch empfehlen, euch besser auf den nächsten Fehlschlag vorzubereiten. Hersteller und Treiber stellen euch verschiedene Optionen, um eure Handy-Daten zu sichern. Falls ihr eure Daten jedoch nicht in der Cloud sehen wollt, hätten wir noch eine weitere Möglichkeit für euch:

  1. Schließt euer Android-Gerät via USB an euren Rechner an.
  2. Nun öffnet ihr den Windows-Explorer und klickt unter "Dieser PC" euer Smartphone an (gegebenenfalls müsst ihr zunächst die Treiber-Software installieren).
  3. Anschließend könnt ihr all jene Ordner auswählen, von denen ihr ein Backup erstellen möchtet.
  4. Diese verschiebt ihr in einen neuen Ordner oder auf ein externes Speichermedium.

Solltet ihr der Cloud nicht trauen, könnt ihr die Dateien so unter eigener Obhut verwahren. Ihr könnt das Backup entweder auf eurem Rechner oder einem externen Speicher ablegen. Wir verraten euch außerdem wie ihr die Daten dann auf eurer Festplatte oder eurem USB-Stick verschlüsseln könnt.

Fazit

Es gibt verschiedene Methoden, um bei Android gelöschte Daten wiederherzustellen. Ob ihr auf Tools wie Recuva zurückgreift oder euch von vornherein mit präventiven Maßnahmen schützt, spielt dabei keine große Rolle. Die Hauptsache ist, dass ihr am Ende alle eure Daten beisammen habt und nicht versehentlich schöne Erinnerungen aus eurem digitalen Gedächtnis entfernt.

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