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Google+ wird am 2. April gelöscht: Was du jetzt machen musst

Google gab überraschend das aus für Google+ bekannt.
Google gab überraschend das aus für Google+ bekannt.
Foto: Google
Goolge+ wird am 2. April eingestellt. Jetzt gibt der Tech-Konzern bekannt, wann die Inhalte endgültig gelöscht werden. Was das für dich bedeutet.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hatte Oktober 2018 in einem Statement verkündet, dass Google+ für Privatkunden abgedreht werde. Ein Datenleck hat der Plattform ihre Existenz gekostet. Fans wollen es trotzdem nicht aufgeben.

"Ich habe so viele Freunde auf Google+ und möchte sie wirklich nicht verlieren. Ich habe den Großteil meiner Zeit auf Google+ verbracht und weiß nicht, was ich ohne machen würde“, ist in der Onlinepetition auf Change.org zu lesen. Bereits 11.147 treue Fans wollen das soziale Netzwerk nicht aufgeben und haben sich bislang eingetragen. Das Ziel liegt bei 15.000 Unterstützern, was wohl auch erreicht wird. Ob das irgendetwas ändern wird, ist fraglich.

Update vom 31.01: Google+-Löschung dauert mehrere Monate

Google gab kürzlich bekannt, wie genau die letzten Tage des sozialen Netzwerkes aussehen werden. Für die private Nutzung wird Google+ am 2. April abgeschaltet. Dann beginnt der Konzern bereits mit der Löschung der persönlichen Accounts. Wer seine Daten retten möchte, sollte sie also vor diesem Tag herunterladen.

Bereits in den kommenden Wochen sollen die Google+-Anmeldeschaltflächen, mit denen sich Nutzer bei Drittanbieterplattformen anmelden können, deaktiviert werden. Einige Buttons werden durch einen Google-Sign-in-Button ausgetauscht. Neue Google+-Accounts können bereits ab dem 4. Februar nicht mehr angelegt werden.

G Suite-Kunden können übrigens auf ihre Daten zugreifen, bis diese endgültig vernichtet sind. Bis es so weit ist, werden jedoch noch einige Monate vergehen.

Originalmeldung:Google+ fällt Verschwiegenheit zum Opfer

Das Aus für Google+ soll Teil eines Maßnahmenpakets sein, das strengere Datenschutzrichtlinien für Google-Nutzer vorsieht. Google+ wurde 2011 als Facebook-Konkurrent ins Leben gerufen, konnte sich aber nie durchsetzen. Das Datenleck, das Google verschwiegen hat, erlaubte es Entwicklern anderer Unternehmen, zwischen 2015 und März 2018 die privaten Profildaten von Google+-Nutzern über Programmierschnittstellen einzusehen. Die Daten umfassten Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht, Profilbilder, Wohnorte, Beruf und Beziehungsstatus.

So trickst ihr Googles personalisierte Anzeigen aus
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Interne Prüfer haben das Problem im Frühjahr gefunden und behoben. Hinweise auf missbräuchliche Zugriffe seien nicht gefunden worden, auch wenn solche Vorfälle nicht ausgeschlossen werden können, heißt es in einem internen Dokument, das dem Wall Street Journal vorliegt.

Daraus geht auch hervor, dass Googles Rechtsabteilung die Unternehmensführung davor warnte, den Zwischenfall öffentlich zu machen. Es bestünde die Gefahr, dass eine Veröffentlichung "sofort die Aufmerksamkeit der Regulatoren weckt". Auch Google-CEO Sundar Pichai wurde über die Entscheidung einer internen Kommission, den Vorfall zu verschweigen, informiert.

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Google wird Datenschutz wichtiger

Bis zum 2. April haben Google+-User Zeit, ihre Daten zu sichern. Google erarbeitet derzeit neue Richtlinien für Datenschutz. Der Vorfall stärkt die Stimmen im Unternehmen, die glauben, dass strengere Regeln notwendig sind. Der Zugriff externer Entwickler auf Nutzerdaten in Android und Gmail soll ebenfalls eingeschränkt werden.

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