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Kontaktlose Datenübertragung: Das alles kann NFC auf Android-Geräten

Wusstet ihr, dass NFC auf Android-Geräten mehr Vorteile als kontaktloses Bezahlen hat?
Wusstet ihr, dass NFC auf Android-Geräten mehr Vorteile als kontaktloses Bezahlen hat?
Foto: imago/Westend61
Ein Smartphone hat fast jeder immer dabei. Warum also nicht auch mit dem Gerät bezahlen oder kontaktlos Daten übertragen? Wie einfach das dank NFC für Android-User ist, zeigen wir euch hier.

Deutlich mehr als zwei Drittel der in Deutschland betriebenen Handys und Smartphones laufen laut Statista mit dem Android-Betriebssystem. Dank der sogenannten Near Field Communication (NFC) könnten viele dieser Geräte auch für kontaktloses Bezahlen oder den Datenaustausch ohne zusätzliche Hardware genutzt werden. Wie genau ihr NFC mit Android verwenden könnt, erklären wir euch.

NFC mit Android nutzen: Die ersten Schritte

Bei NFC handelt es sich um eine recht bequeme Möglichkeit des Datentransfers, die auch hierzulande immer öfter Verwendung findet. Dabei kommunizieren zwei Geräte über Radiofrequenzen miteinander, sobald sie einen bestimmten Mindestabstand zueinander einnehmen. Mittels NFC und Android Beam lassen sich Dateien also besonders schnell übertragen.

Bevor ihr euer eigenes Android-Smartphone NFC-fertig machen könnt, müsst ihr herausfinden, ob es das überhaupt kann. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nach Alter des Geräts:

Kann ich NFC mit meinem Android-Handy verwenden?

  1. Ältere Smartphones verfügen noch über austauschbare Akkus. Auf diesen findet sich bei einigen Geräten ein direkter Hinweis auf die vorhandene NFC-Technologie. Die Batterien mancher Samsung-Smartphones zeigen beispielsweise den Vermerk "Near Field Communication" an.
  2. Andere, neuere Modelle, wie Sony Experia-Handys, tragen das NFC-typische "N" auf ihrer Rückseite. Dadurch wird gleichzeitig die exakte Position des NFC-Chips im Android-Gerät markiert.
  3. Als letzte und ultimative Möglichkeit schaut ihr einfach in euren Smartphone-Einstellungen nach: "Einstellungen" > "Verbindungen" > "NFC und Zahlung". Alternativ: "Einstellungen" > "Mehr" (weiter unten sollten sich die NFC- und Android Beam-Optionen zeigen). Kommt ihr in euren Einstellungen gar nicht zurecht, tippt ihr einfach "NFC" in die Suchleiste ein.

Findet ihr über keinen dieser Wege einen Hinweis auf NFC, ist euer Smartphone höchstwahrscheinlich nicht dazu in der Lage.

NFC unter Android aktivieren

Ist euer Android-Gerät NFC-kompatibel, müsst ihr das Feature gegebenenfalls noch einschalten.

Dazu geht ihr, wie beschrieben, über die Einstellungen zum entsprechenden NFC-Bereich und bedient den vorhandenen Schalter. Aktiviert sich gleichzeitig Android Beam, gut so. Falls nicht, müsst ihr die Funktion selbst einschalten. Da NFC und Android Beam als Tandem operieren, kann es die NFC-Fähigkeiten eures Android-Gerätes nämlich einschränken, sollte Android Beam deaktiviert bleiben.

So transferiert ihr Daten über NFC

Jetzt, da bei euch NFC unter Android aktiviert ist, könnt ihr Daten mit anderen Geräten austauschen. Dabei gilt es aber, auf einige Dinge zu achten:

  • Auf beiden Geräten, die empfangen und senden, müssen NFC und Android Beam aktiviert sein.
  • Keines der Geräte sollte gesperrt sein oder sich im Ruhezustand befinden.
  • Trennt die Geräte nicht voneinander, bis das "Beamen" der Inhalte begonnen hat.

Die Vorgehensweise, unabhängig davon, welche Formate ihr übertragen wollt (Bilder, Videos, Kontaktdaten, Internetseite, Apps etc.), ist immer dieselbe:

  • Öffnet den Inhalt, der geteilt werden soll.
  • Haltet die Rückseiten beider Geräte aneinander.
  • Haben sie sich gekoppelt, erscheint der Bildschirm des Senders in kleiner Form und mit dem Hinweis "Antippen zum Beamen" auf dem Bildschirm des Empfängergeräts.
  • Tippt darauf, um das Beamen zu starten.
  • Ist der Vorgang erfolgreich abgeschlossen, erhaltet ihr entweder eine Benachrichtigung oder die zuständige App öffnet den gebeamten Inhalt.

Apps teilen

Wollt ihr per NFC mit Android Apps teilen, werden diese nicht als APK-Datei verschickt. Stattdessen erhält der Empfänger lediglich die Google Play-Seite, um sich die App herunterzuladen.

Webinhalte übertragen

Ähnlich verhält es sich mit Webseiten. Statt der tatsächlichen Seite wird die URL übertragen, die dann auf dem Empfängergerät per Browser geöffnet wird.

YouTube-Videos verschicken

Auch Videos von YouTube kommen nicht direkt beim Empfänger an. Das Beamen führt nur dazu, dass die YouTube-App des Empfängers die entsprechende Datei aufruft.

Kontaktinformationen übermitteln

Werden Kontaktdaten per NFC und Android übertragen, speichert das Empfängergerät diese automatisch im eigenen Telefonbuch ab.

Kontaktloses Bezahlen

Ein besonderer Vorteil von NFC für Android-User ist das Bezahlen per Smartphone. Seit Google Pay beispielsweise Paypal unterstützt, eröffnen sich deutlich mehr Möglichkeiten. Auf die Sicherheit bei kontaktlosem Bezahlen solltet ihr dennoch immer achten.

  • Installiert Google Pay oder einen vergleichbaren Dienst und registriert euch dafür.
  • Aktiviert NFC und Android Beam.
  • Haltet euer Smartphone für einige Sekunden dicht an das Bezahlterminal und wartet, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
  • Je nach Betrag kann es sein, dass ihr am Ende eine PIN eingeben oder den Bon unterschreiben müsst.

Fazit: NFC kann das Leben schneller machen

Wer ein Android-Gerät besitzt, sollte auf kontaktlose Datenübertragung nicht verzichten. Um NCF mit Android nutzen zu können, ist auch nicht viel nötig. Ihr müsst die Funktion nur beim Sender- und Empfängergerät aktivieren. Noch besser: Wer keine Karten oder Bargeld mit sich führen will, braucht in Zukunft nur noch sein Smartphone zum Bezahlen.

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