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Amazon Alexa: Experten warnen vor beängstigender Überwachung – das kannst du tun

Wissenswertes rund um Alexa & Co.
Fr, 10.05.2019, 08.02 Uhr

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Sprachassistenten wie Amazons Alexa sind viel leichter zu hacken als gedacht. Experten warnen vor der Bedrohung. Aber sie geben auch Tipps für dich als Nutzer.

Amazons Alexa ist für manche die glorreiche Zukunft, die unseren Alltag wie einst das Smartphone überrollen wird. Allzu häufig jedoch steht die smarte Sprachassistentin gemeinsam mit ihren Abspielgeräten, den Smart Speakern, in der Kritik. Denn Alexa hört mit, Amazon-Mitarbeiter hören mit und die ganze Überwachung wird eher noch zu- als abnehmen. Hinzu kommt, dass die Systeme allzu leicht gehackt werden können. Das haben Sicherheitsexperten bewiesen. Forscher raten Nutzern jetzt zu diesen Tipps.

Überwachung durch Amazon Alexa: So beängstigend ist das

Sprachassistenten können immer mehr, bald sogar zum Beispiel Emotionen ausdrücken. Öfter stehen sie jedoch mit negativen Schlagzeilen in der Öffentlichkeit. Bei Amazons Alexa zum Beispiel sind mittlerweile drei Dinge klar, die für ordentlich Aufsehen sorgen:

  1. Alexa hört mit.
  2. Amazon-Mitarbeiter hören Nutzer ab.
  3. Alexa-Geräte sind viel zu anfällig für Hackerangriffe.

Letzteres hat ein Forscherteam vor kurzem erschreckend offensichtlich gezeigt. Demzufolge ist das Hacken von Handys und Smart Speakern ganz leicht per Laserpointer möglich. So können die Schwingungen des Laserstrahls Sprachbefehle von Nutzern simulieren und das Gerät quasi übernehmen. .

Ein anderes Forscherteam wiederum hat gezeigt, dass es Amazons Alexa sogar daran hindern kann, auf seinen rechtmäßigen Besitzer zu reagieren. Dafür sorgt speziell abgestimmte Hintergrundmusik. Zudem berichteten Nutzer, von den Sprachsystemen mit Betrügern statt Kunden-Hotlines verbunden worden zu sein.

Experten sind sich derweil uneinig darüber, wie besorgt Verbraucher und Unternehmen über die Überwachung durch Alexa und Co. sein sollten. Denn während einige Forscher Alarm schlagen, meinen andere, Nutzer müssten sich der Risiken bewusst sein, wenn sie die Dienste der smarten Geräte verwenden wollten.

Das sagen Experten zu Alexa und Co.

Einige Stimmen hat Business Insider gesammelt.

"Wir bereiten einer neuen gefährlichen Welt den Weg, in der einige kluge Menschen die Geräte zu ihren Zwecken nutzen könnten", sagt Martin Reynolds, Analyst des Markforschungsunternehmens Gartner.

"Ich kenne Menschen, die im Bereich Sicherheit und Datenschutz arbeiten und diese Geräte nicht benutzen wollen", sagt wiederum Eugene Spafford, ein Informatikprofessor an der Purdue University.

"Wir erwarten, dass das Problem mit der Zeit größer wird", sagt Benjamin Cyr, Doktorand an der University of Michigan, und meint damit die Gefahren dadurch, dass Nutzer immer mehr Geräte und Dienste per Sprache bedienen können, zum Beispiel ihren Bank-Account oder das Auto. Cyr war Teil des Teams, das die Anfälligkeit von Sprachassistenten wie Amazons Alexa für Laser-Hackerangriffe entdeckt hat. "Je mehr das Gerät kann, desto mehr Schaden kann ein Angreifer anrichten."

Ein weiteres Risiko sei die fehlende Kontrolle durch den Nutzer: "Die Sicherheit unterliegt nicht der Kontrolle des Nutzers und es gibt nicht viel, was du tun kannst", sagt Bruce Schneier, ein Cybersicherheitsexperte und Dozent an der Harvard Kennedy School of Government.

Diese Tipps haben Experten für dich

Alexa hört mit, Siri und Co. wahrscheinlich auch: Wenn man als Nutzer so wenig Kontrolle über die Überwachung durch Amazon Alexa und Co. hast, was kannst du dann tun?

Die Experten raten zum Beispiel zu einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, besonders bei der Einrichtung von Online-Konten, die über smarte Assistenten bedient werden. So kannst du persönliche Daten besser vor Hackerangriffen schützen.

Außerdem ist es möglich, Amazons Alexa so zu konfigurieren, dass etwa eine Online-Bestellung erst ausgeführt wird, wenn die Bestellung mit einem PIN bestätigt worden ist.

Daneben haben etwa Google und Amazon mittlerweile die Sorgen der Nutzer erkannt. Sie bieten dir jetzt die Möglichkeit, die Aufzeichnungen zu überprüfen und zu löschen. Außerdem kannst du über eine Taste das Mikrofon ausschalten. Beim Apple HomePod funktioniert dies über eine App.

Trotzdem: "In der Welt der Sicherheit können sie nie alles ausschließen", sagt Daniel Genkin, ein Professor an der University of Michigan zu Business Insider. Auch er war Teil des Teams, das die Laser-Angriffe auf Smart Speaker entdeckt hat. Wir erklären dir außerdem, wie du es verhinderst, dass Alexa mithört und wie du alles löschst, was du Alexa per Amazon Echo Dot erzählt hast. Vor kurzem hatte der Schöpfer von Amazon Alexa gruselige Zukunftspläne enthüllt.

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