Digital Life 

Handynutzung wird gefährlich – mit dem Grund hast du aber nicht gerechnet

Deine Handynutzung kann dich zunehmend in Gefahr bringen.
Deine Handynutzung kann dich zunehmend in Gefahr bringen.
Foto: imago images/Westend61
Je smarter die Handys wurden, desto ungeschickter wurden wir Menschen. Tatsächlich bringen wir uns seit dem Release des iPhones oft mit unserer Handynutzung in Gefahr.

Mal ehrlich, wenn wir unser Smartphone in der Hand haben, sind wir leicht abgelenkt. Forscher stellten nun fest, dass vor allem der Release des iPhones uns noch gefährlich leben lässt. Denn Kopfverletzungen sind seitdem keine Seltenheit mehr. Wir erklären dir, warum unsere Handynutzung für uns manchmal eine große Gefahr darstellt.

Gefährliche Handynutzung: Ist das nicht übertrieben?

2007 kam das erste iPhone auf den Markt. Seitdem sollen die Anzahl der Kopfverletzungen stetig gestiegen sein, wie eine neue Studie nun beweist. Seit das Smartphone von einem Telefon zu einer tragbaren Plattform geworden ist, mit der wir mehr als nur Telefonieren anstellen können, steigt diese Zahl kontinuierlich an. Die Handynutzung mit unserem Smartphone bringt uns also zunehmend in Gefahr. Ärzte berichten von den skurrilsten Unfällen.

  • Durch Stolpern wurden die Augenlieder aufgeschlitzt.
  • Stürze, die durch die Hände und Nase abgefangen werden müssen.
  • und noch vieles mehr.

Wir Menschen achten durch unsere Handynutzung nicht mehr so aufmerksam auf unsere Umgebung. Um auch sicher den Zusammenhang zwischen dem Smartphone und den Unfällen zu finden, die die Menschen ins Krankenhaus beförderten, hat sich der Autor der Studie, Boris Paskhover, die Daten aus 100 Krankenhäusern in den USA zurate gezogen und Unfälle herausgesucht, die sich zwischen 1998 und 2017 ereignet haben. Dabei waren Unfälle dabei, bei denen sich die Patienten am Kopf, Nacken und Hals verletzt haben, weil sie ihr Smartphone verwendet haben.

Handys im Alltag: Darauf solltest du achten
Handys im Alltag: Darauf solltest du achten

Eine Stichprobe sollte Auskunft geben

Diese Unfälle wurden hoch gerechnet auf die gesamte Bevölkerungszahl der USA. Es wurden in dem Zeitraum von knapp 20 Jahren etwa 2.501 Unfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit der Handynutzung entstanden sind. Die Autoren der Studie schätzen somit 76.000 Unfälle landesweit. Das heißt rund 40 Prozent der Verletzungen bei Menschen im Alter von 13 bis 29 Jahren traten aufgrund ihres Smartphones auf.

Die häufigste Diagnose war dabei ein tiefer Schnitt. Ärzte unterscheiden dabei zwei Kategorien für die Verletzungen:

  1. direkten Verletzungen: Wenn dir dein Handy aufs Gesicht fällt oder du dein Smartphone nach jemandem wirfst.
  2. Verletzungen im Zusammenhang mit der Handynutzung: Das sind Unfälle, die aufgrund deiner Unachtsamkeit passieren.

Die Studie kommt zur folgender Erkenntnis:

  • Kinder unter 13 Jahren sind häufiger von Verletzungen betroffen, die durch den direkten Kontakt mit einem Smartphone entstehen (82 Prozent)
  • Erwachsene über 50 Jahren sind durch die direkte Handynutzung gefährdet

Wir sind oft selbst für die Unfälle verantwortlich

Der Autor der Studie war weitaus beunruhigter über die Unfälle, die durch die Handynutzung entstehen. Denn die Verletzungen entstanden oftmals durch bloße Ablenkung. Tatsächlich war auch das Spielen von Pokémon Go ein häufiger Grund für einen Unfall.

Um aber das Ganze auch noch etwas abzuschwächen: Die meisten Verletzungen waren nicht schwerwiegend.

  • 95 Prozent der Patienten konnten schon in der Notaufnahme behandelt werden und danach nach Hause entlassen werden.
  • Rechnet man die 76.000 Unfälle auf die Jahre herunter, liegt man bei 4.000 Verletzungen durch die Handynutzung im Jahr.

Trotzdem sollte man im Blick behalten, dass in der Studie nur die Verletzungen an der Kopfregion beachtet wurden. Vorsichtig solltest du bei der Handynutzung auf dem Weg zur Arbeit sein. Denn du bist nicht immer abgesichert. In gewisser Weise kann deine Handynutzung auch deine Karriere sabotieren.

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