Amazons Sortiment wird immer umfangreicher und ausdifferenzierter. Dass man da auch als Unternehmen schnell den Überblick verlieren kann, liegt nahe. Jedoch gibt es klare Grenzen bei denen Dingen die auf Amazon angeboten werden. So sollte man wenigstens meinen. Doch offenbar entspricht dieser Anspruch nicht der Realität, zumindest wenn der Anspruch darin besteht, dass keine Kinder-Sexpuppen bei Amazon angeboten werden sollten.

Sexpuppen bei Amazon: Ein Eklat

Erneuten Anstoß in die Debatte erbrachte die Schriftstellerin und Bloggerin Jasmin Schreiber. Auf Twitter prangerte sie kürzlich an, dass man bei Amazon einfach so Sexpuppen kaufen kann. Einige Händler, vornehmlich aus dem asiatischen Raum, preisen auf der Seite des Online-Händlers lebensechte Sexpuppen aus Silikon an, die ein auffallend jugendliches Antlitz besitzen. Beschreibungen wie „flache Brust“ oder ähnliches unterstreichen dieses offensichtliche Spiel mit dem „Alter“ der Puppen nur noch.

Mehrere hundert Euro verlangen die dubiosen Verkäufer für eine dieser Sexpuppen. Amazon selbst sieht sich in dieser Hinsicht allerdings die Hände gebunden. Mit Verweis auf die Richtlinien für die externen Verkäufer, argumentiert Amazon, dass sie zwar Anomalien wie dieser nachgehen würden, ein Ausschließungsverfahren für Händler-Konten sei jedoch relativ kompliziert und somit nicht immer von Erfolg gekröhnt. Wird man auf Amazon also immer Sexpuppen kaufen können?

Kindliche Sexpuppen gehören nicht in Amazons Sortiment

Nun könnte man diesbezüglich anführen, dass die Richtlinien Sache des Unternehmens Amazon seien und somit stets auch von diesem geändert werden könnten. Doch die Schwierigkeit hierbei besteht darin, dass Sexpuppen, auch mit kindlichem Aussehen, in Deutschland nicht per Gesetz verboten sind. Aufgrunddessen fehlt die juristische Grundlage für Amazon, um in dieser Hinsicht den Hebel anzusetzen. Eine Petition dafür dies zu ändern gibt es bereits, aber ob diese Bestrebungen von Erfolg gekrönt sein werden, steht völlig offen.

Trotzdem sollte außer Frage stehen, dass es nicht hinnehmbar ist, diese ohnehin fragwürdigen Sexpuppen auch noch in einer jugendlichen Kinder-Version anzubieten. Amazon sollte in dieser Richtung schleunigst seine Prinzipien klar stellen und sich sich offen gegen Verkäufe dieser Art positionieren.

Neben diesem sprechen weitere Gründe für das Ende von Amazon. So fing alles an: Jeff Bezos erzählt von der Amazon-Gründung.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.