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Bekämpfe dein Platzproblem: So einfach kannst du eine SSD einbauen

Wenn du eine SSD einbauen willst, ist das ohne größeren Aufwand möglich. Wir verraten dir, wie ganz sicher nichts schief geht.
Wenn du eine SSD einbauen willst, ist das ohne größeren Aufwand möglich. Wir verraten dir, wie ganz sicher nichts schief geht.
Foto: imago images / Westend61
Willst du eine neue SSD einbauen, weil dir der Platz auf deiner alten Festplatte so langsam ausgeht? Dann lass dich nicht davon abschrecken, denn das schaffst du mit unseren Tipps auch ohne viel technisches Know-How.

Die meisten Computer nutzen vermutlich noch immer eine herkömmliche HDD-Festplatte als Speichermedium. Dagegen ist erst einmal auch nichts einzuwenden, nur bringt eine moderne Solid State Drive-Festplatte (kurz: SSD) deinen alten Rechner erst wieder so richtig in die Bahn. Die Vorteile liegen auf der Hand, jedoch ist bei der Installation oftmals nicht alles ganz so klar. Wie du also eine SSD einbauen kannst, ohne großartige IT-Vorkenntnisse zu besitzen, erklären wir dir hier.

SSD einbauen leicht gemacht: Mit diesen Schritten geht's garantiert
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SSD einbauen: Das sind die Vorteile

Bevor du eine SSD einbauen willst, interessieren dich sicherlich die Vorteile, die du mit einer Solid State Drive in deinem System bekommst. Vereinfacht gesagt merkst du den Unterschied direkt ab dem Hochfahren: Eine SSD macht deinen Rechner dank starker Schreib- und Leseraten einfach viel schneller. Nicht nur beim Hochfahren, sondern auch beim Öffnen, Verschieben, Kopieren und Löschen von Dateien wirst du eine gewaltige Geschwindigkeitssteigerung feststellen können, sofern du Windows auf einer SSD laufen lässt.

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Doch auch abseits der Leistungsebene bietet es dir diverse Vorteile, eine SSD einzubauen. Für gewöhnlich kannst du die moderneren Festplatten gar nicht mehr hören. Und auch, wenn du mal an einem anderen Computer arbeitest, lässt sich die SSD wesentlich flexibler nutzen, da du sie aufgrund ihrer Größe, ihres geringen Gewichts und ihrer Widerstandsfähigkeit unkompliziert an ihren neuen Platz mitnehmen kannst.

Die richtigen Vorraussetzungen beim Einbau einer SSD

Damit garantiert nichts schiefgeht,wenn du eine SSD einbauen willst, solltest du ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen. Zuerst einmal wäre da, dass du sicherstellst, dass deine SSD auch die nötige Stromzufuhr über dein Netzteil erhält. Auch das Mainboard sollte mindestens über einen SATA-Anschluss verfügen. Da diese Art der Anschlüsse jedoch seit mehr als zehn Jahren verwendet wird, dürfte dies das geringste Problem darstellen. Noch besser fährst du im Übrigen mit einem SATA 2 oder sogar einem SATA 3-Anschluss, um auch garantiert von der Geschwindigkeit deiner SSD zu profitieren.

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Hast du ein vergleichsweise neues Mainboard, kannst du ebenfalls einen M.2-Anschluss für den Einbau einer SSD nutzen. Diese muss jedoch auch M.2-kompatibel sein, um sogar Datentransfers von mehreren Gigabyte pro Sekunde zu ermöglichen. Nutzt du deine SSD nach dem Einbauen als zweite Festplatte, sollte auf deiner Hauptplatte mindestens Windows 7 als Betriebssystem installiert sein. Möchtest du die Solid State Drive hingegen als Systemplatte verwenden, benötigst du Zugang zu einer sauberen Windows-Installation. Wie du beispielsweise Windows 10 neu installieren kannst, erfährst du ebenfalls bei uns.

Zu guter Letzt ist auch noch die Größe der Festplatte interessant, zumindest, wenn du in einem Laptop eine SSD einbauen willst. Üblicherweise sind die SSDs zwischen 2.5 oder 1.8 Zoll groß.

SSD einbauen: So geht's

Um dich nicht länger auf die Folter zu spannen, verraten wir im Folgenden, wie du nun eigentlich deine SSD einbauen kannst. Wie immer, bevor du an deinem PC oder einem anderen technischen Gerät herumwerkelst, empfiehlt es sich, dich zu erden. Anschließend solltest du unbedingt die Stromverbindung kappen, damit du im Anschluss ungefährdet das Gehäuse öffnen kannst.

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Nun solltest du in deinem Gehäuse mindestens einen freien Festplattenschacht identifizieren können, in den du deine SSD einbauen kannst. Hast du sie hereingelegt, kannst du sie noch mit der Hilfe von vier Schrauben an ihren Ecken festziehen. Ist alles richtig verbaut, suche dir einen freien Stromanschluss deines Netzteils und den entsprechenden SATA-Anschluss deines Mainboards und verbinde beide Kabel mit der SSD. Zum Abschluss kannst du das Gehäuse wieder zuschrauben und deinen Rechner erneut mit dem Stromnetz verbinden.

Sollte deine SSD nicht über die handelsübliche Größe von 2.5 beziehungsweise 1.8 Zoll verfügen, benötigst du noch einen extra Einbaurahmen, damit alles fest sitzt. Installierst du Windows nun neu, mache von deinen alten Daten am besten vorher ein Backup, falls doch mal etwas schiefgeht.

Eine SSD einbauen ist kein Hexenwerk

Wie du siehst, ist die Installation selbst für absolute Computer-Laien ein Leichtes und es demzufolge völlig unsinnig, sich vom Fachmann eine SSD einbauen zu lassen. Was du zum Beispiel tun kannst, wenn Windows deine Festplatte nicht erkennt, verraten wir dir natürlich ebenfalls. Wie du im Falle dessen, dass dein Rechner über die Jahre einiges an Datenmüll gesammelt hat, deine Festplatte formatieren kannst, erklären wir dir hier.