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Wenn Apple Pay schief geht: Für Bananen plötzlich 1800 Euro gezahlt

Schneller und sicher kontaktlos zahlen klappt mit Apple Pay (Symbolbild). Aber nicht in einem kuriosen Fall, wo es um Bananen ging.
Schneller und sicher kontaktlos zahlen klappt mit Apple Pay (Symbolbild). Aber nicht in einem kuriosen Fall, wo es um Bananen ging.
Foto: Getty Images/Witthaya Prasongsin
Das Konzept ist eigentlich ganz einfach, aber in der Praxis kann es zu Problemen führen. Die Rede ist vom kontaktlosen Bezahlen mit Apple Pay auf dem iPhone. Das zeigt ein kurioser Fall.

Die Szene klingt etwas nach Sketch Comedy, ist aber tatsächlich so in England passiert. Eine Frau wollte eigentlich nur schnell ein paar Lebensmittel vor der Arbeit einkaufen und aus dem Laden eilen. Um Zeit zu sparen, bezahlt sie kontaktlos mit Apple Pay auf ihrem iPhone. Soweit, so gut. Doch als sie auf die Rechnung schaut, hat sie auf einmal um die 1.800 Euro für einen Bund Bananen bezahlt. Wie kann das sein?

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Mit Apple Pay schnell viel zu viel gezahlt

Die Londonerin Cymbre Barnes ging nur eben in einen "Marks & Spencer" um ein paar Sachen zu holen. Am Ende hätte sie nur vier Pfund für die Waren in ihrem Korb zahlen brauchen. Ein Pfund davon war für die Bananen gedacht, die sie sich als Energieversorger geholt hatte. In der Eile nutzte sie Apple Pay an der Kasse, um kontaktlos zu bezahlen. Erst später bemerkte sie dann den irren Fehler. Statt vier Pfund hatte sie mit Apple Pay 1.602 Pfund, für die Bananen allein 1.599 Pfund (umgerechnet etwa 1.825 Euro). Waren die Lebensmittelpreise durch die Corona-Pandemie auf einmal angestiegen?

Nichts dergleichen. Das Malheur am Selbstbedienungsschalter des Supermarkts passierte, weil Apple Pay keine Grenze für den Betrag kennt, den Nutzer ausgeben können. Und als Cymbre Barnes den Fehler auf dem Bildschirm sah, war es schon zu spät, der Beleg bereits gedruckt.

Noch mehr Mühen am Morgen mit Apple Pay

Für Cymbre Barnes endet das Problem nicht damit, als sie versuchte, die fehlerhafte Rechnung zu melden. In der Filiale des Einzelhändlers konnte ihr leider nicht helfen. Die einzige, noch verbleibende normale Kasse im Laden war kaputt und wartete noch auf die Reparatur. Also musste die so kurz angebundene Frau noch einmal 45 Minuten Fußweg bis zur nächsten "Marks & Spencer"-Filiale investieren, um den Fehler bei der Zahlungsabwicklung mit Apple Pay rückgängig zu machen. Als Entschädigung gab es aber eine Entschuldigung und eine kleine Entschädigung.

Auch wenn Apple Pay den Fehler nicht verursachte, ist die Nichtlimitierung beim kontaktlosen Bezahlen schon gefährlich. Darum solltest du den Betrag vor dem Bezahlen immer noch einmal genau prüfen.

Bei Apple Pay in Deutschland machen diese Banken mit fürs Bezahlen per iPhone. Nutzer von Android-Geräten fragen sich bestimmt, ob Apple Pay auch auf ihren Smartphones funktioniert. Wir klären auf.

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