Mittlerweile ist das Angebot so groß, dass bei der Wahl des richtigen Streaming-Dienstes regelmäßig Entscheidungsfrust aufkommen kann. Vor allem, wenn es um die musikalische Offerte geht, versuchen sich die Anbieter regelmäßig den Rang abzulaufen. Wenn du dich deshalb also auch fragst, ob du lieber Tidal oder Spotify den Vorzug geben sollst, helfen wir dir weiter. Wir zeigen dir, welche Vorteile du mit den beiden Plattformen genießt.

Tidal oder Spotify: Die Qual der Wahl

Mittlerweile gilt Musik-Streaming weltweit als das bevorzugte Medium, um seine Lieblingslieder jederzeit hören zu können. Doch aufgrund der Beliebtheit schossen entsprechende Plattformen in den letzten Jahren aus dem Boden wie Unkraut. Wenn du den Überblick verloren hast oder dich einfach nur fragst, ob sich für dich Tidal oder Spotify mehr lohnt, haben wir im Folgenden hoffentlich Antworten für dich.

Dabei ist vor allem wichtig, sich zu entscheiden, worauf man denn Wert legen möchte: Ein möglichst großes Angebot, eine entspannte Benutzeroberfläche, die passende App für jedes Gerät sowie die Soundqualität sind entscheidende Kriterien, wenn es darum geht, einen der beiden Streaming-Riesen zu wählen.

Aus dem Studio direkt in dein Ohr: Das ist Tidal

Tidal ist ein etwas anderer und dadurch besonderer Streaming-Dienst. Ins Leben gerufen wurde er von Jay-Z und einer ganzen Gruppe an Artists, die dafür sorgen wollen, dass der Künstler selbst im Vordergrund seiner Musik steht. Dies geschieht in erster Linie durch das breitgefächerte Angebot: Mehr als 60 Millionen Songs und über 240.000 Musikvideos gibt es auf der Plattform zu genießen.

Doch den wohl größten Unterschied zur Konkurrenz findet sich in der besonders satten Soundqualität, die der Anbieter verspricht. Tidal soll, nicht wie Spotify, nämlich ein sogenanntes „HiFi-Streaming“ liefern, mit welchem du annähernd in den Genuss von CD-Qualität kommen sollst. Dafür bedient man sich an einem nahezu verlustfreien Codec. Windows-, Android- und Linux-Nutzer bekommen den FLAC (Free Lossless Audio Codec) geboten, während unter iOS und macOS der von Apple entwickelte ALAC (Apples Lossless Audio Codec) zum Einsatz kommt.

Sogar eine noch hochwertigere Qualitätsstufe wird dir bei Tidal versprochen. Mit der „Master“-Stufe soll die Qualität sogar noch besser sein, als die Musik auf einer CD hätte. So soll sich das Musikhören anfühlen, als würde das Stück direkt aus dem Musikstudio in deine Ohren gelangen. Optisch macht Tidal sowohl am Desktop, als auch am Smartphone eine gute Figur. Die App funktioniert auf allen gängigen Geräten und die Nutzung ein Kinderspiel. Preislich gesehen liegt Tidal etwas über Spotify und Co., denn es gibt lediglich die „HiFi“-Abonnement-Stufe zum Einstieg, die mit 19,99 Euro monatlich zu Buche schlägt. Mit dem Familienabo bekommst du allerdings gleich sechs Lizenzen zum Streamen gleichzeitig für nur 29,99 Euro.

Vom schwedischen Start-Up zum Streaming-Star: Das ist Spotify

Spotify dürften die meisten Musik-Fans zumindest schon einmal gehört haben. Das in Stockholm in Schweden gegründete Unternehmen war einst eine Art Start-Up, heutzutage zählt es mit mehr als 17 Sitzen rund um den Globus zum bekanntesten und meistgenutzten Musik-Streaming-Dienst der Welt. Dazu zählen nicht nur die über 100 Millionen zahlenden Kunden, sondern auch die 150 Millionen Nutzer, die den Dienst gratis zum Musikhören verwenden. Wie bei Tidal stehen Spotify-Hörern ebenfalls mehr als 60 Millionen Musikstücke zur Wahl, die im Abonnement für 9,99 Euro monatlich jederzeit und überall abgespielt werden können.

Spotify gibt es als App für iOS, Windows, Android, sowie macOS. Hinzu kommt der schlicht und funktional gehaltene Webplayer, mit dem es auch Nutzern anderer Plattformen, wie beispielsweise Linux, vergönnt ist, den Service zu nutzen. Mittlerweile unterstützen sogar Amazons Echo und die Home-Geräte aus dem Hause Google den Streaming-Dienst. Neben Musik haben Kunden sogar die Möglichkeit, auf spannende Podcasts und Hörbücher zurückzugreifen.

Bei der Soundqualität lässt Spotify leider etwas zu wünschen übrig. Im Gegensatz zu Tidal bietet Spotify keinen Spaß für Audiophile, denn obwohl der Dienst eine hohe Bitrate von 320 kbit/s liefert, klingt die „HiFi“-Stufe der Konkurrenz um Längen besser. Das ist besonders schade, denn so ist das breitere Angebot nur noch bedingt nützlich.

Fazit: Tidal oder Spotify? Wer macht das Rennen

Abschließend kann man sagen, dass Tidal und Spotify sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Krone im Musik-Streaming-Geschäft liefern. Spotify liefert sich mit den Einbußen seiner Soundqualität leider ein Eigentor, denn Spotifys breiteres Angebot inklusive Hörbücher und die starke Nutzerbasis liefern eigentlich genügend Gründe, dem Dienst eine Chance zu geben. Dennoch überzeugt Spotify mit seinem wesentlich günstigeren Preis. Tidal hingegen setzt auf Qualität statt Quantität, was sich in seiner hohen Wiedergabequalität wiederspiegelt. Dafür greifst du allerdings preislich gesehen auch etwas tiefer in die Tasche. Wie du bei Tidal, Spotify und Co. so richtig sparst, erfährst du hier.

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