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Heimlich ausspioniert: Schütz dich vor Googles Dreistigkeit

Google macht sich bei Android-Handys eine hinterlistige Masche zunutze.
Google macht sich bei Android-Handys eine hinterlistige Masche zunutze.
Foto: Getty Images/Finn Hafemann
Artikel von: Philipp Rall
Derzeit läuft ein Verfahren gegen Google. Tracking-Methoden, die das Unternehmen auf Android-Handys anwendete geben Grund dazu.

Google nutzte sein Tracking auch dann, wenn sie deaktiviert war, und erschwerte es seinen Nutzer:innen, die Google-Datenschutzeinstellungen zu finden. Was lange Zeit wie ein übertriebener Vorwurf klang, ist nun Gegenstand eines Verfahrens, das die Generalstaatsanwaltschaft des Staates Arizona gegen Google eingeleitet hat. Offenbar sind vor allem Nutzer:innen von Android-Handys betroffen.

Google Play Store sperren - 3 Einstellungen machen ihn sicherer
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So kannst du dich schützen:

  1. Öffne die Google Chrome-App.
  2. Tippe rechts neben der Adressleiste auf das Drei-Punkte-Menü und anschließend "Einstellungen".
  3. Gehe nun zum Punkt "Datenschutz und Sicherheit".
  4. Dort kannst du Googles Datenschutzeinstellungen anpassen.

Android-Handy: Google nutzt perfiden Trick

Nicht nur, dass Google selbst das Auffinden der Privatsphäre-Einstellungen auf Android-Handys erschwert hat, das Unternehmen hat offenbar auch die Hersteller unter Druck gesetzt, die Einstellungen tief in der Oberfläche zu verstecken. Dokumente, die im Laufe des Verfahrens an die Öffentlichkeit gedrungen sind, erwähnen eine Frage eines Mitarbeiters des Unternehmens, der sich fragte, ob es keine Möglichkeit gäbe, seinen Standort an eine andere App als Google weiterzugeben.

"Es gibt also keine Möglichkeit, einer App eines Drittanbieters meinen Standort zu geben und nicht Google?", fragte er laut den Dokumenten (via BusinessInsider) und fügte hinzu: "Das klingt nicht wie etwas, das wir auf der Titelseite der [New York Times] haben wollen." Auch geht aus ihnen hervor, dass Google bereits getestet hatte, die Datenschutzeinstellungen auf Android-Handys einfacher auffindbar zu machen – allerdings hätten Nutzer:innen dies ausgenutzt.

Wenngleich Mitarbeiter:innen dies als Problem erachteten, schienen sie doch zu erkennen, dass die Nutzerschaft von den aggressiven Datensammlungspraktiken des Unternehmens frustriert war. Dies könne dem Geschäft schaden. "So nimmt uns Apple vielleicht die Butter vom Brot", heißt es in den Dokumenten. Es sei "viel wahrscheinlicher", dass Apple den Nutzer:innen die Möglichkeit gebe, standortbasierte Apps und Dienste auf ihren Telefonen zu nutzen, ohne die Daten mit Apple zu teilen. Auch Googles Tracking sollte sich bald ändern.

Mittlerweile scheint es, als habe Google seine Datenschutzeinstlellungen angepasst.

Datenschutz bei Google

Schon Anfang Mai haben wir dir verraten, dass sich Googles Tracking auf einer neuer Methode bedient – und wie du sie abschalten kannst. Sie kommt nicht nur auf Android-Handys zum Einsatz. Darüber hinaus zeigen wir dir ein Analyse-Tool, das dir zeigt, wer alles Zugriff auf deine Google-Daten hat.

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