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Wirklicher "Shitcoin" in Südkorea? Ein Toilettengang gibt virtuelles Geld

An einer südkoreanischen Universität gibt es eine eigens für eine Toilette eingeführte Kryptowährung.
An einer südkoreanischen Universität gibt es eine eigens für eine Toilette eingeführte Kryptowährung.
Foto: Getty Images/warodom changyencham, Home Studio [M] via Canva.com
Artikel von: Regina Singer
Kryptowährung ist immer verbreiteter. In einer Universität in Südkorea kann jetzt mit einer ganz besonderen virtuellen Währung namens Ggool bezahlt werden. Verdient wird sie durch die eigenen Fäkalien.

Forschende der Universität im südkoreanischen Ulsan schauen über den Tellerrand hinaus: Sie entwickeln eine Toilette, die aus menschlichen Fäkalien grüne Energie macht. Wer die Toilette nutzt, erhält eine Kryptowährung, die auf dem Campus nutzbar ist.

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Neue Kryptowährung Ggool speziell an der Uni

Wer an der südkoreanischen Universität auf eine spezielle Toilette geht, der kann quasi mit seinen Fäkalien für den nächsten Kaffee bezahlen. Denn diese Toilette ist umweltfreundlich und mit einem Labor verbunden, das aus menschlichen Exkrementen Biogas und Dung produziert – also grüne Energie erzeugt. Wer die Toilette nutzt, der kann auf dem Campus mit einer besonderen Kryptowährung namens Ggool bezahlen.

BeeVi-Toilette hießt das besondere Klo. Das ist eine Kombination zwischen den Worten Bee (zu Deutsch: Biene) und Vision. Es wird eine spezielle Vakuumpumpe verwendet, welche die Fäkalien in einen unterirdischen Tank leitet. Auf diese Weise wird als auch der Wasserverbrauch reduziert. Im Tank zersetzen Mikroorganismen den Abfall zu Methan. Das dient als Energiequelle für die Universität. Ein Gasherd, ein Warmwasserboiler und eine Festoxid-Brennstoffzelle werden angetrieben.

"Fäkalien haben einen wertvollen Wert"

Cho Jae-weon, der Professor für Stadt- und Umweltingenieurwesen am Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) ist der Erfinder der umweltfreundlichen Toilette. Er erweckte auch die besondere Kryptowährung zum Leben. Die virtuelle Währung heißt Ggool. Das ist das koreanische Wort für Honig. Jede Toilettennutzung bringt zehn Ggool pro Tag.

Studierende können Ggool nutzen, um etwa Kaffee, Obst oder Bücher zu kaufen. "Wenn wir über den Tellerrand schauen, haben Fäkalien einen wertvollen Wert, um Energie und Dung zu gewinnen. Ich habe diesen Wert in einen ökologischen Kreislauf gebracht", so Cho Jae-weon gegenüber Reuters.

Ggool ist als virtuelle Währung noch keine Konkurrenz für andere Kryptowährungen. Kennst du die Gängigen? Das ist beispielsweise Bitcoin. Und hier erfährst du alles, was du über Ethereum wissen musst. Und das ist zur Kryptowährung Litecoin wichtig.

Quelle: Reuters

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